29. Januar 2019 / Allgemeines

Inga Lisa Lehr kehrt nach Babypause auf die Bühne zurück

Glück hoch 2

Veröffentlicht am 29. Januar 2019 um 18:00 Uhr

Hof - Zwei Männer spielen derzeit eine wichtige Rolle im Leben von Inga Lisa Lehr – sowohl im Privatleben als auch im Bühnenleben. Fangen wir mit dem Privatleben an. Die beiden Männer heißen Niko und Peter. Für Niko singt sie jeden Abend Schlaflieder wie „La, Le Lu“ „Der Mond ist aufgegangen“ oder „Weißt du wieviel Sternlein stehen“.  Ob der kleine Knirps mit seinen 18 Monaten zu schätzen weiß, dass er mit dieser musikalischen Darbietung etwas ganz Besonderes erleben kann, nämlich echte Musikprofis – immerhin ist der Papa Schlagzeuger bei den Hofer Symphonikern und die Mama Sopranistin am Theater Hof - wissen wir nicht. Aber das Publikum in Hof weiß es auf jeden Fall zu schätzen und ist deshalb überglücklich, dass Inga Lisa Lehr nach gut einem Jahren Babypause und ihrem Comeback-Auftritt in „Alcina“ in der vergangenen Saison nun wieder auf der Bühne im Theater Hof  zu sehen ist – und dazu noch in einer großartigen Produktion: Die Operette „Viktoria und ihr Husar“. Womit wir bei den zwei Männern ihres Herzens auf der Bühne wären: Der schneidige Husarenrittmeister Stefan Koltey (Minseok Kim) und der charmante Diplomat John Cunlight (Karsten Jezgarz). Während sich Inga Lisa Lehr im Privatleben für beide Männer entscheiden kann, muss sie sich auf der Bühne in der Rolle der Viktoria für einen Mann entscheiden, was ihr sehr schwer fällt. „Viktoria ist eine spannende Rolle – eine Frau zwischen zwei Männern, die nicht weiß, ob sie ihrem Herz oder ihrem Verstand folgen soll.  Wir waren von der Geschichte alle emotional sehr bewegt, bei den Proben flossen viele Tränen“, berichtet sie.

Die Rückkehr auf die Bühne fiel ihr leicht, sie hat Glück gehabt. „Wir haben es wirklich gut getroffen, denn wir haben in Hof eine ganz bezaubernde Nanny gefunden, die Niko auch gleich ins Herz geschlossen hat. So kann ich als Mama ganz entspannt auf der Bühne stehen, weil ich weiß, dass daheim alles super läuft“, erzählt sie. Auch während der Babypause hat sie den Kontakt zum Theater Hof und den Kollegen nie verloren. Stefanie Rhaue, Kollegin und Freundin, schaute oft vorbei und brachte Neuigkeiten frisch von der Bühne mit.

Als es dann wieder mit den Proben anfing, war Inga Lisa Lehr dennoch überrascht, denn mit der Mutterschaft hatte sich etwas verändert.  „Ich bin plötzlich viel entspannter und lockerer, das Singen fällt mir leichter“, berichtet sie. Kein Wunder also, dass die Sopranistin im Moment auf Wolke 7 schwebt. „Ich bin so überglücklich, ich kann meinem Beruf als Sängerin nachgehen und gleichzeitig die Zeit mit meinem Sohn genießen“. Der zeigt sich schon als echtes Theaterkind. „Als er mich neulich mit einer blonden Perücke gesehen hat, ist er nicht erschrocken“, berichtet sie stolz. 

Im Moment hat der Sprössling vor allem seinen Spaß am Schnee. „Niko liebt es, im Schnee zu toben. Ich komme aus der Nähe von Heilbronn, da fällt selten Schnee. Diese weiße Pracht hier in Hof ist doch herrlich“, schwärmt sie und blickt staunend durch die Fenster der Kulturkantine auf die weiß-gezuckerten Felder. Bevor sie noch mehr ins Schwärmen geraten kann, ertönt die Stimme von Inspizientin Yana Andersson durch die Lautsprecher, die das Ende der Pause ankündigt. Schnell noch einen Schluck Latte Macchiato und dann eilt Inga Lisa Lehr zu den Proben von „Zauber der Operette“. Am Samstag, 2. Februar, ist die Premiere im Studio.  „Ich freue mich schon sehr darauf, zum ersten Mal werde ich eine Partie aus „Die Zirkusprinzessin“ singen – einer wunderbaren Operette von Emmerich Kálmán, die in der Spielzeit 2019/2020 auf dem Spielplan steht. Das Publikum kann jetzt schon einmal hineinschnuppern“, verrät sie.  Und dann gibt es ja noch das Wiedersehen mit den Kollegen – Stefanie Rhaue, Karsten Jezgarz, Thilo Andersson, Rainer Mesecke, Markus Gruber und dem Herrenchor. Es wird ein phantastischer Abend werden, verspricht Inga Lisa Lehr und freut sich auch auf die Zuschauer: „Ich mag das Hofer Publikum. Es ist sehr treu und liebenswürdig“.

Quelle: Theater Hof
Foto: H. Dietz Fotografie

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