12. September 2018 / Allgemeines

120 Jahre Bestehen feiert die Frankenwaldvereinsortsgruppe Issigau-Reitzenstein

Während der Veranstaltung musikalische Unterhaltung durch „Quetschen-Rock“.

120 Jahre Bestehen feiert die Frankenwaldvereinsortsgruppe Issigau-Reitzenstein

Issigau-Reitzenstein – 120 Jahre Bestehen feiert die Frankenwaldvereinsortsgruppe Issigau-Reitzenstein und agiert aus diesem Anlass als Ausrichter der Herbststernwanderung des Hauptvereins am Sonntag, den 16. September und lädt zugleich zur Jubiläumsfeier ein. Für die Zeit von 1898 bis 1925 liegen in der Issigauer Ortsgruppe keine Unterlagen vor, wie auch später für die Jahr von 1925 bis 1949 durch die damalige sehr unruhige Zeit und die Kriegsauswirkungen gibt es keine Unterlagen mehr. Ursprünglich war die Gründung ins Jahr 1925 datiert worden, was aber Recherchen des damaligen zweiten Hauptvorsitzenden Hans Hill im Jahr 1998 widerlegten. Er hatte in einem Zeitungsbericht des Hofer Anzeigers entdeckt, dass Issigau bereits bei der Gründung des Frankenwaldvereins Naila dabei war. Am 23. Mai 1950 fand die zweite „Wiedergründung“ im Gasthaus „Zur Mühle“ mit 20 Gründungsmitgliedern statt und die Wahl von Heinrich Puff zum  Obmann. Als wichtiger Mann zählte Heimatfreund Max Wurzbacher, der nicht nur 1951 den ersten Hirsch und folgend zwei weitere (1960 und 1983) als Wahrzeichen und Symbol des Höllentals schuf, sondern auch viele wunderbare Wegweiser und die Holzskulptur des Teufels im Nailaer Ortsteil Hölle.  Den aktuellen Hirsch und damit vierten Hirsch erschuf 2002 Julian Bittermann aus Bindlach.  Dieser thront seit der Aufstellung 2002 der bekannten vorspringenden Felsnase 80 Meter über der Selbitz und spiegelt die Geschichten um herabspringende Hirsche wider. Doch zuvor passierte ja noch so einiges. Im Jahr 1952 übernahm Christian Weber die Geschicke des Vereins und 1958 erfolgte die Installation der ersten Wandertafel am Dorfplatz, geschaffen vom Kunstmaler Lang aus Seibelsdorf. Es folgten Wechsel im Amt des Obmanns mit Willi Balitzki, Lothar Schmidt und Helmut Kad mit 13 Amtszeit bevor Helmar Steger 21 Jahre agierte. Seit 2016 hat Wolfgang Wagner das Zepter in der Hand und Helmar Steger trägt seitdem den Titel „Ehrenobmann“. Doch zurück zur Geschichte, in der auch die Gründung der Jugendgruppe mit 15 Mädchen und Jungen am 4. November 1953 im neuen Schulhaus nachzulesen ist, wie auch von Heimabenden und Ausflügen. Niedergeschrieben sind auch die Einweihung des Rennsteigdenkmals mit Bundesminister Dr. Jürgen Warnke im Jahr 1986 und die Einweihung der neuen Wandertafel zur Sonnwendfeier 1988. Die dafür notwendigen Kosten in Höhe von 11000 DM übernahm die Ortsgruppe. Ebenfalls 1988 das Richtfest am neuen Wiedeturm, dessen Einweihung im Jahr darauf in Verbindung mit der Himmelfahrtssternwanderung des Hauptvereins erfolgte. 1993 fand der Deutsche Wandertag in Naila statt, an dem die Ortsgruppe teilnahm. Ein besonderes Ereignis stellte die Gründung der Kindervolkstanzgruppe 1994 dar, die in den folgenden Jahren bei vielen Auftritten begeisterte wie beispielsweise 2004 bei der  Eröffnung des Frankenweges an der Selbitzbrücke im Issigauer Ortsteil Untereichenstein. 1998 feierte man die 100-Jahrfeier mit der traditionellen Sonnwendfeier, die es aber leider seit 2006 nicht mehr gibt. Als Highlight des Jahres gilt aber die Verleihung der Eichendorff-Plakette als Auszeichnung für die in langjährigen Wirken erworbenen besonderen Verdienste um die Pflege und Förderung des Wanderns, des Heimatgedankens und des Umweltbewusstsein durch den damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog, die im großen Kurhaussaal in Bad Steben Regierungspräsident Hans Angerer überreichte. Nicht unerwähnt soll der 2010 stattgefundene Heimatabend in der Mehrzweckhalle bleiben, den gut 100 Heimat- und Wanderfreunde besuchten. Neben den herausragenden Ereignissen, lief natürlich das „normale Tagesgeschäft“ mit Markierung der Wanderwege, Pflege von Aussichtsplätzen wie auch Bänken und Sitzgruppen. Mäharbeiten gab es zu erledigen und in der Verantwortung der Ortsgruppe lag und liegt auch die Pflege des Areals rund um den Wiedeturm. Natürlich gehörten und gehören auch Wanderungen zum Repertoire, früher auch Mehrtagesausflüge. 2003 begannen die Vorarbeiten für den Qualitätsfernwanderweg „Frankenweg“, der wie schon erwähnt 2004 seiner Bestimmung übergeben wurde und nur drei Jahre später begann die Umstrukturierung der Wanderwege im Frankenwald bevor 2013 das Projekt „Qualitätsregion Wanderbares Deutschland“ begann, dass mit Erfolg 2015 abgeschlossen werden konnte - der Frankenwald ist die erste „Qualitätsregion Wanderbares Deutschland“ in Bayern. Doch noch im Jahr zuvor erfolgte die Einweihung des 1. Deutschen Wanderdrehkreuzes in Untereichenstein mit einem Festakt und durch den damaligen Hauptvorsitzenden Robert Strobel. Jetzt feiert die Ortsgruppe des Frankenwaldvereins Issigau-Reitzenstein 120-jähriges Bestehen und es gibt sicherlich noch viele weitere Ereignisse und Geschehnisse in der langen Geschichte.

Bild: Das aktuelle Team der Frankenwaldvereinsortsgruppe Issigau-Reitzenstein, die mit der Planung und Organisation des Festtages beschäftigt sind. Unser Bild zeigt sitzende (von links) Ehrenobmann Helmar Steger, Marianne Gemeinhardt, Hannelore und Wilfried Vogler und dahinter (von links) Obmann Wolfgang Wagner, Alfred Hüfner, Günter Vogel, Gisela Hüfner, Sonja Wagner und Dieter Gemeinhardt.

Programm  – 120 Jahre Bestehen FWV-Ortsgruppe Issigau-Reitzenstein, Herbststernwanderung des Hauptvereins, bis 9.30 Uhr Eintreffen der Wandergruppen am Feuerwehrgerätehaus, 10 Uhr Festgottesdienst im Feuerwehrgerätehaus, zelebriert von Pfarrer Herbert Klug, musikalisch ausgestaltet vom Posaunenchor unter der Leitung von Heinrich Ney und dem Ichthys-Chor unter der Leitung von Sebastian Franz. Anschließend Wanderkundgebung mit Begrüßung durch den Obmann Wolfgang Wagner, Festansprache vom Hauptvorsitzenden Dieter Frank, Grußworte und gemütliches Beisammensein, 12.30 Uhr gemeinsames Mittagessen, 13 Uhr Festansprache zum 120-jährigen Jubiläum der Ortsgruppe, 14 Uhr, Ehrungen verdienter Mitglieder. Während der gesamten Veranstaltung musikalische Unterhaltung durch „Quetschen-Rock“.  

Quelle: Lokalredaktion

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