06.05.2022 - 29.05.2022 / 19:00

Deutsch-Tschechische Freundschaftstage

Freizeit
Startet in:

Mit den Deutsch-Tschechischen Freundschaftstagen 2022 bietet die Stadt Hof wieder Möglichkeiten zu Begegnung an, zu denen die Nachbarn aus der Tschechischen Republik besonders eingeladen werden.

Vom 6. bis 29. Mai gibt es eine Reihe ganz unterschiedlicher Veranstaltungen in der Stadtbücherei, im Central-Kino, im Museum Bayerisches Vogtland oder auch Open Air im Biergarten Theresienstein.

Oberbürgermeisterin Eva Döhla begrüßt die vom Kulturamt veranstaltete Reihe: „Gerade in dieser Zeit kommt es darauf an, dass wir uns als Nachbarn mit Interesse und offenen Herzen begegnen.“ Ihr Dank gilt den Mitwirkenden, aber auch der Euregio Egrensis, die fördernd und mit Knowhow zur Seite steht.

Alle Veranstaltungen werden zweisprachig angeboten. Mit der Veranstaltungsreihe wird ausdrücklich auf den Sudetendeutschen Tag hingewiesen, der unter dem Motto „Dialog überwindet Grenzen“ an Pfingsten in Hof stattfindet.

Das Programm der Deutsch-Tschechischen Freundschaftstage:

Freitag, 6. Mai
Stadtbücherei, 19:00 Uhr
„𝗚𝗲𝗵𝗲𝗶𝗺𝗻𝗶𝘀𝘃𝗼𝗹𝗹𝗲 𝗢𝗿𝘁𝗲, 𝘃𝗲𝗿𝗯𝗼𝗿𝗴𝗲𝗻𝗲 𝗦𝗰𝗵𝗮̈𝘁𝘇𝗲 – 𝗔𝘂𝗳 𝗘𝗻𝘁𝗱𝗲𝗰𝗸𝘂𝗻𝗴𝘀𝗿𝗲𝗶𝘀𝗲 𝗶𝗺 𝗔𝘀𝗰𝗵𝗲𝗿 𝗟𝗮𝗻𝗱“. 𝗕𝘂𝗰𝗵𝘃𝗼𝗿𝘀𝘁𝗲𝗹𝗹𝘂𝗻𝗴 𝗺𝗶𝘁 𝗱𝗲𝗿 𝗔𝘂𝘁𝗼𝗿𝗶𝗻 𝗕𝗲𝗮𝘁𝗲 𝗙𝗿𝗮𝗻𝗰𝗸
Zwar sehr nahe, aber doch wenig bekannt: Ins Ascher Land in unmittelbarer Nachbarschaft zu Bayern und Sachsen fährt man vor allem zum Tanken, Zigarettenkauf oder der böhmischen Küche wegen. Schade, findet die Journalistin und Autorin Beate Franck aus Hof, denn die Region hat ihrer Meinung nach viel zu bieten. In ihrem neuen Buch „Geheimnisvolle Orte, verborgene Schätze“ nimmt sie die Leser mit auf eine Entdeckungsreise in diesen besonderen Landstrich rund um Asch (Aš) und Rossbach (Hranice). Der Ausflugsführer nennt und beschreibt lohnenswerte Ziele, Naturschönheiten, Freizeit- und Sportangebote sowie Einkehrmöglichkeiten. Dabei lüftet das Buch den Schleier der Vergangenheit: Immer wieder geht es um neu entdeckte oder versunkene Zeugnisse der Geschichte. So erzählt Beate Franck von Menschen, die sich in der Vergangenheit um Entwicklung und Kultur ihrer Heimat verdient machten und stellt andere Menschen vor, die heute dieses Erbe bewahren oder erneuern wollen. „Asch, das 2022 den 150. Jahrestag seiner Stadterhebung feiern kann, nimmt hier eine Vorreiterrolle in Tschechien ein“, meint die Autorin. Beate Franck hat sich bereits vor zehn Jahren in einem Buch auf Zeitreise ins Ascher Land begeben und außergewöhnliche historische Ereignisse ans Licht geholt. In ihrem neuen Werk schlägt sie nun den Bogen von der Vergangenheit in die Gegenwart.

Samstag, 7. Mai
Central-Kino, 18:00 Uhr
„𝗔𝗹𝗼𝗶𝘀 𝗡𝗲𝗯𝗲𝗹“ – 𝗔𝗻𝗶𝗺𝗮𝘁𝗶𝗼𝗻𝘀𝗳𝗶𝗹𝗺 𝘃𝗼𝗻 𝗧𝗼𝗺𝗮́š 𝗟𝘂ň𝗮́𝗸, 𝗯𝗮𝘀𝗶𝗲𝗿𝗲𝗻𝗱 𝗮𝘂𝗳 𝗱𝗲𝗺 𝗖𝗼𝗺𝗶𝗰𝗯𝗮𝗻𝗱 “𝗔𝗹𝗼𝗶𝘀 𝗡𝗲𝗯𝗲𝗹” 𝘃𝗼𝗻 𝗝𝗮𝗿𝗼𝘀𝗹𝗮𝘃 𝗥𝘂𝗱𝗶š
Es ist das Ende des Sommers im Jahr 1989. Alois Nebel arbeitet als Fahrdienstleiter eines kleinen Bahnhofs im Sudetenland, einer kleinen verlassenen Gemeinde mitten in den Bergen. Er ist ein Eigenbrötler, der alte Fahrpläne den Menschen vorzieht und die Einsamkeit des Bahnhofs als ruhig und entspannend empfindet – außer wenn der Nebel kommt. Denn dann fängt er an zu halluzinieren, Geister zu sehen sowie Schatten aus der dunklen Vergangenheit dieser Gegend, in der nach dem Zweiten Weltkrieg brutale Rache an der deutschen Bevölkerung geübt wurde. Alois wird diese Alpträume nicht los und durch Zutun des Bahnangestellten Wachek, der Alois um seinen Job bringen will, landet er eines Tages in einem Sanatorium. Dort lernt er „den Stummen“ kennen: Ein mysteriöser Mann, der ein altes Foto bei sich trägt und der von der Polizei nach Überschreitung der Grenze festgenommen wurde. Nicht einmal die Elektro-Schocks bringen ihn zum Reden und die Polizei kann nicht herausfinden, warum er in das Sudetenland gekommen ist oder wonach er gesucht hat. Eines Tages ergreift er seine Chance und flüchtet in die Wälder. Alois geht es besser und er darf das Sanatorium verlassen. Aber die Welt hat sich verändert. Die Berliner Mauer und das kommunistische Regime in Tschechien sind gefallen. Alois weiß nicht, was er tun soll. Beim Prager Hauptbahnhof trifft er die Liebe seines Lebens: Květa, die Toilettendame.
D/CZ mit deutschen Untertiteln

Sonntag, 8. Mai
Theresienstein Musikpavillon, ab 11:00 Uhr
„𝗝𝗮𝘇𝘇 𝗕𝗶𝗴 𝗚𝗮𝗻𝗴“ 𝗮𝘂𝘀 𝗱𝗲𝗿 𝗣𝗮𝗿𝘁𝗻𝗲𝗿𝘀𝘁𝗮𝗱𝘁 𝗖𝗵𝗲𝗯
Die Jazz Big Gang aus Hofs Partnerstadt Cheb ist eine ausgezeichnete zwanzigköpfige Jazz-Bigband, die aus jungen und begeisterten Jazzmusikern besteht. Unter der Leitung von Radim Vojir interpretieren sie sowohl modernen als auch traditionellen Jazz in beeindruckender Weise. Ihr Repertoire umfasst weiterhin Swing, Funk, Latin und Jazzrock. Die Formation gehört zu den langjährigen Gästen der Promenadenkonzerte am Theresienstein und wird von den Stammgästen regelmäßig mit Begeisterung aufgenommen. Wir freuen uns besonders, dass sie unsere Saison der Promenadenkonzerte in diesem Jahr eröffnen. Die Jazz Big Gang ist ein Jazzorchester mit nahezu klassischer Bigband-Besetzung: 5 Saxofone, 1 Flöte, 4 Posaunen, 4 Trompeten, Schlagwerk, Gitarre, Bassgitarre, Piano und Gesang.
Verlängertes Programm bis ca. 14 Uhr.

Sonntag 8. Mai
Museum Bayerisches Vogtland, 14:00 Uhr
𝗭𝘄𝗲𝗶𝘀𝗽𝗿𝗮𝗰𝗵𝗶𝗴𝗲 𝗙𝘂̈𝗵𝗿𝘂𝗻𝗴 𝗶𝗻 𝗱𝗲𝗿 𝗔𝗯𝘁𝗲𝗶𝗹𝘂𝗻𝗴 „𝗙𝗹𝘂̈𝗰𝗵𝘁𝗹𝗶𝗻𝗴𝗲 𝘂𝗻𝗱 𝗩𝗲𝗿𝘁𝗿𝗶𝗲𝗯𝗲𝗻𝗲 𝗶𝗻 𝗛𝗼𝗳“ 𝗺𝗶𝘁 𝗣𝗲𝘁𝗲𝗿 𝗛𝗲𝗶𝗱𝗹𝗲𝗿
Aus Grünlas (Kreis Elbogen) stammend, fand Peter Heidler ab 1946 eine neue Heimat in Hof, wo er nach Lehre und Studium als Berufsschullehrer wirkte und sich politisch und gesellschaftlich engagierte. Auf verschiedenen Ebenen der Seliger-Gemeinde hatte und hat er Funktionen inne. Seine Erinnerungen an das Lager Hof-Nord hat er 2020 in der Schriftenreihe des Museums Bayerisches Vogtland veröffentlicht. Das Buch zeichnet sich sowohl durch historische Kenntnis wie durch persönliche Erfahrungen aus. Die Museumsabteilung „Flüchtlinge und Vertriebene in Hof“ legt einen Schwerpunkt auf das Ankommen in der neuen Heimat, auf das Wirken in der Stadt und auf die Pflege der Erinnerung an die verlorene Heimat. Sie beleuchtet insbesondere das Schicksal der Sudetendeutschen, die die größte Gruppe bildeten. Freier Eintritt an diesem Tag im Museum Bayerisches Vogtland. Geöffnet von 13:00 bis 18:00 Uhr.

Sonntag 8. Mai
Reinhart-Cabinett, 16:00 Uhr
𝗭𝘄𝗲𝗶𝘀𝗽𝗿𝗮𝗰𝗵𝗶𝗴𝗲 𝗙𝘂̈𝗵𝗿𝘂𝗻𝗴 𝗱𝘂𝗿𝗰𝗵 𝗱𝗮𝘀 𝗥𝗲𝗶𝗻𝗵𝗮𝗿𝘁-𝗖𝗮𝗯𝗶𝗻𝗲𝘁𝘁 𝘂𝗻𝗱 𝗱𝗶𝗲 𝗮𝗸𝘁𝘂𝗲𝗹𝗹𝗲 𝗔𝘂𝘀𝘀𝘁𝗲𝗹𝗹𝘂𝗻𝗴 „𝗭𝗲𝗶𝗰𝗵𝗲𝗻𝘄𝗲𝗴𝗲“ 𝗺𝗶𝘁 𝗔𝗿𝗯𝗲𝗶𝘁𝗲𝗻 𝘃𝗼𝗻 𝗗𝗼𝗺𝗶𝗻𝗶𝗸 𝗟𝗼𝗺𝗺𝗲𝗿
Johann Christian Reinhart wurde 1761 in Hof geboren und zählt zu den „Deutschrömern“, die in der Goethezeit in der italienischen Hauptstadt lebten und arbeiteten. Viele große deutsche Museen zeigen Arbeiten von ihm. Insbesondere die Neue Pinakothek in München widmet ihm einen ganzen Saal, in dem auch die großformatigen vier Aussichten aus der Villa Malta präsentiert werden. Die Hofer Sammlung verfügt neben zahlreichen Radierungen auch über Zeichnungen und einige spezielle Arbeiten, die für die Reinhart-Forschung von großem Interesse sind.

Freitag, 12. Mai
Stadtbücherei, 19:30 Uhr
𝗔𝗹𝗲𝗻𝗮 𝗠𝗼𝗿𝗻šð˜ð—®ð—·ð—»ð—¼ð˜ƒð—®Ì – 𝗘𝗶𝗻𝗲 𝘁𝘀𝗰𝗵𝗲𝗰𝗵𝗶𝘀𝗰𝗵𝗲 𝗕𝗲𝘀𝘁𝘀𝗲𝗹𝗹𝗲𝗿𝗮𝘂𝘁𝗼𝗿𝗶𝗻 𝘂𝗻𝗱 𝗶𝗵𝗿𝗲 𝗥𝗼𝗺𝗮𝗻𝗲. 𝗘𝗶𝗻𝗳𝘂̈𝗵𝗿𝘂𝗻𝗴 𝘃𝗼𝗻 𝗦𝗮𝗯𝗶𝗻𝗲 𝗗𝗶𝘁𝘁𝗿𝗶𝗰𝗵
Nach dem erfolgreichen Roman „Hana“ über das Schicksal einer jüdischen Familie über drei Generationen im 20. Jahrhundert, erschien „Stille Jahre“ auf Deutsch. Ihr aktuelles Buch ist „Es geschah im November“: Marie lässt sich von den Ereignissen in Prag und im Ostblock mitreißen und demonstriert für den Wandel. Sie wird verhaftet und zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt. Sie weiß, dass sie ihre Kinder nicht aufwachsen sehen wird, so bleiben Briefe ihre einzige Hoffnung. Ihre Tochter Magdalena kommt in ein Umerziehungsheim, in dem die Kinder linientreu geformt werden. Eines Tages treffen sie aufeinander, nur ist es für beide ganz und gar nicht so, wie sie es sich vorgestellt haben. Maries Schicksal steht stellvertretend für viele Geschichten, die irgendwann irgendwo auf dieser Welt passieren. Mornštajnovás Bücher wurden in 14 Sprachen übersetzt. Sabine Dittrich stellt die in Tschechien beliebte Autorin vor; eigens auch mit einem kurzen Film. Sabine Dittrich veröffentlicht seit 2013 Geschichten und Romane. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf Themen, die in der deutsch-böhmischen Geschichte ihren Ursprung haben. Besonders beachtet wurde ihre Bearbeitung und Veröffentlichung der Autobiografie des Predigers, Pädagogen und Humanisten Přemysl Pitter. Sie pflegt den deutsch-tschechischen Austausch von Autorinnen und Autoren; unter anderem beim Festival Literarisches Franzensbad. Dittrich ist Mitglied des tschechischen P.E.N.-Clubs

Samstag, 21. Mai
St. Lorenzkirche, 14:00 Uhr
𝗗𝗲𝘂𝘁𝘀𝗰𝗵-𝗧𝘀𝗰𝗵𝗲𝗰𝗵𝗶𝘀𝗰𝗵𝗲 𝗞𝗶𝗿𝗰𝗵𝗲𝗻𝗳𝘂̈𝗵𝗿𝘂𝗻𝗴
𝗦𝘁. 𝗟𝗼𝗿𝗲𝗻𝘇, 𝗦𝘁. 𝗠𝗶𝗰𝗵𝗮𝗲𝗹𝗶𝘀, 𝗛𝗼𝘀𝗽𝗶𝘁𝗮𝗹𝗸𝗶𝗿𝗰𝗵𝗲
Menschen durch Kirchenräume begleiten und von der Botschaft der Kirchenräume erzählen, die sich in der Geschichte und Ausstattung der Kirchen spiegelt – das tut Kirchenführerin Loni Reißer. Die Architektur von Kirchengebäuden ist häufig von reicher Symbolik geprägt, und aus der Art und Weise, wie in bestimmten Epochen die Kirchen gebaut wurden, kann man vieles über das religiöse Leben dieser Zeit erfahren. Dabei geht es nicht nur um die Vermittlung von historischem Wissen. Besucher und Gäste sollen auch in eine Begegnung mit dem Kirchenraum geführt werden, und in seinen Kunstwerken und Ausstattungsstücken Glaubens- und Lebensthemen entdecken und verknüpfen. Begleitet wird Loni Reißer von einer qualifizierten Übersetzerin, die damit auch tschechischen Besuchern die Hofer Kirchen und ihre Symbolik zugänglich macht.

Sonntag, 29. Mai
Theresienstein Musikpavillon, 11:00 Uhr
„𝗚𝗼𝗼𝗱 𝗧𝗶𝗺𝗲 𝗖𝗵𝗲𝗯“ 𝗮𝘂𝘀 𝗱𝗲𝗿 𝗣𝗮𝗿𝘁𝗻𝗲𝗿𝘀𝘁𝗮𝗱𝘁 𝗖𝗵𝗲𝗯
Die Band entstand 2007 mit dem Wunsch und Ziel, lebendige Musik zu machen, die den Musikern Spaß macht und die sie selbst lieben – nämlich Bluesrock. Am Anfang stand das Egerer Duo „Ája und Yndi“ – (Alena Nídlová – Ája: Gesang und Gitarre und Míra Endal – Yndi: Gitarre und Gesang), sie gehörten der Egerer Bluesrock-Band „Yardis’ Band“ an. Im Laufe der Zeit hat sich die Zahl der Bandmitglieder auf 5 Musiker stabilisiert und „Good Time Cheb“ wirkt in der Karlsbader Region mit Erfolg bis heute. Das Grundrepertoire bezieht sich stark auf Blues, aber zur Auswahl gibt es auch andere Musikformen, z. B. Musikstücke von Bonnie Raitt, Alannah Myles, Eric Clapton, Debbie Davis, Tracy Chapmann, Barry Mc Cabe, aber auch aus dem Repertoir tschechischer Interpreten, beispielsweise Eva Olmerová, und viele weitere.

Miroslav Endal, Leitung, Sologitarre,
Marin Hlouň, Bassgitarre, Gesang,
Alena Nídlová, Begleitgitarre, Gesang, Percussion
Petr Troníček, Schlagzeug
Als Gast an der Mundharmonika: Jaromír Křistofovič

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