6. Mai 2025 / Pressemitteilung

Frühjahrstrockenheit: Junge Obstbäume brauchen Hilfe

Der Zeitraum von Februar bis April war 2025 laut Deutschem Wetterdienst (DWD) der trockenste seit Beginn der Aufzeichnungen...

Hofer Land, der Zeitraum von Februar bis April war 2025 laut Deutschem Wetterdienst (DWD) der trockenste seit Beginn der Aufzeichnungen. Die Böden in Oberfranken fassen daher viel zu wenig Wasser – auch der Regen um Ostern hat daran nichts geändert. Je nach weiterem Witterungsverlauf in den kommenden Monaten kann dies besonders für neu gepflanzte und junge Bäume eine große Herausforderung darstellen. Ihr Wurzelsystem ist noch nicht weit genug entwickelt, um Wasser in tieferen Bodenschichten zu erreichen. Gerade in den ersten Standjahren benötigen junge Bäume daher Pflege, um anhaltende Trockenheit zu überstehen und zu einem robusten Baum heranzuwachsen.

1.    Regelmäßiges Wässern – ab April bis in den Herbst, ca. alle zwei bis drei Wochen

Ab April bis in den Herbst sollte man Jungbäume bis zum 5. Standjahr je nach Wetter ca. alle zwei bis drei Wochen mit 30 bis 40 Litern gießen, Neupflanzungen bei Extremwetter sogar wöchentlich. Sofern nicht schon bei der Pflanzung erfolgt, hilft das Anlegen eines Gießrands (ein kleiner Erdwall rings um den Stamm) dabei, das Wasser wurzelnah versickern zu lassen.

2.    Baumscheibe pflegen – im April/Mai, gegebenenfalls nach ein paar Monaten wiederholen      

Durch Aufhacken des Bodens im Radius von 0,5 Metern um den Stamm („Baumscheibe“) kann das Wasser direkt dem Baum zu Gute kommen und die Verdunstung wird verringert. Die Baumscheibe kann während des Sommers zusätzlich mit geeignetem Material abgedeckt werden (Grasschnitt, Holzhäcksel, Stroh o.ä.). Dies verhindert das Austrocknen des Bodens. Empfänger von Fördermitteln aus dem Vertragsnaturschutz- oder dem Kulturlandschaftsprogramm (VNP, KULAP) müssen dabei auf eventuelle Förderverpflichtungen achten.

3.    Sonnenschutz – einmalig im April/Mai       

Vor direkter Sonneneinstrahlung schützt man den Stamm durch einen schattierenden Verbissschutz (z.B. aus Holzlatten) oder durch einen reflektierenden Stammanstrich aus Lehm, Kalk o.ä. Dies verhindert Hitzeschäden an der Rinde, durch die Schaderreger in den Baum eindringen können, und verbessert den Wassertransport von der Wurzel in die Krone.

Bei Fragen kann man sich an die Streuobstberatung oder die Kreisfachberatung für Gartenkultur und Landespflege der Landkreise wenden

Quelle: Regierung von Oberfranken

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