OBERFRANKEN. In Bayern beginnt am Dienstag wieder die Schule. Für viele Kinder ist es das erste Mal, dass sie täglich ihren Schulweg alleine meistern müssen.
„Schulanfänger sind oft noch unsicher im Straßenverkehr. Sie lassen sich leicht ablenken und können Geschwindigkeiten von Fahrzeugen noch nicht richtig einschätzen“, erklärt Kristina Biertümpfel, Leiterin der Koordinierungsstelle Prävention. „Dazu kommt die Aufregung der ersten Schultage.“ Die Polizei rät deshalb allen Verkehrsteilnehmern, gerade jetzt besonders aufmerksam zu fahren, Rücksicht zu nehmen und vor Schulen Schrittgeschwindigkeit einzuhalten.
Schulweg erlernen
Auch Eltern können viel zur Sicherheit beitragen. „Gerade in den ersten Tagen kann es sinnvoll sein, die Kinder zu Fuß zu begleiten, bis diese ausreichend Sicherheit gewonnen haben“, so Biertümpfel. Besonders hilfreich sei es, die Rollen zu tauschen: Eltern sollten sich den Weg von ihren Kindern erklären lassen und zeigen, welche Stellen gefährlich sein können und warum. So wächst das Bewusstsein der Kinder und sie werden fit für den Alltag im Straßenverkehr.
Elterntaxis
Ein weiterer Schwerpunkt liegt im neuen Schuljahr auf den sogenannten „Elterntaxis“. Wer sein Kind direkt vor die Schule fährt, sorgt schnell für gefährliche Situationen: Rangierende Fahrzeuge, versperrte Sicht und Kinder, die zwischen Autos hervortreten. Sicherer ist es, den Nachwuchs mit dem Bus fahren zu lassen oder ihn einige Meter entfernt von der Schule aussteigen zu lassen. So wird der restliche Weg zu Fuß zurückgelegt – das schafft Routine und Sicherheit.
Polizeiliche Kontrollen
Darüber hinaus beteiligt sich die Polizei Oberfranken an der vom Bayerische Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration angekündigten landesweiten Aktion zur Gurt- und Kindersicherungspflicht. Vom 16. bis 19. September 2025 kontrolliert die Bayerische Polizei verstärkt rund um Schulen, Kindergärten und Schulwege. Ziel ist es, Eltern, Kinder und alle Fahrzeuginsassen für die lebensrettende Wirkung von Sicherheitsgurten zu sensibilisieren. „Anschnallen rettet Leben“, fasst Kristina Biertümpfel den Appell des Ministeriums zusammen.
In diesem Zusammenhang rät die Polizei Eltern, insbesondere in den ersten Tagen genügend Zeit einzuplanen. „So vermeiden Sie Stress und stellen sicher, dass nicht aus Zeitnot auf wichtige Sicherheitsmaßnahmen wie das Anschnallen verzichtet wird“, ergänzt Biertümpfel.
Die Polizei Oberfranken ist in den ersten Tagen verstärkt vor Schulen präsent und steht den Schülerinnen und Schülern als Ansprechpartner zur Verfügung. Ergänzend gibt es mit „Wally & Rob“ kurze, kindgerechte Videos, die wichtige Themen rund um den sicheren Schulweg spielerisch erklären. Eltern finden diese Videos über die Homepage der Polizei Bayern oder direkt auf YouTube.
Wenn alle Verkehrsteilnehmer aufmerksam handeln, kommen die Schülerinnen und Schüler sicher in der Schule an. In diesem Sinne wünscht die Polizei Oberfranken allen Kindern einen guten und unfallfreien Start in das neue Schuljahr.
Foto: Polizeipräsidium Oberfranken
Quelle: Polizeipräsidium Oberfranken







