Hof. 30 Jahre Frauennotruf Hochfranken – Zuhören, stärken, begleiten
Was heute eine feste Größe in der regionalen Hilfelandschaft ist, begann vor 30 Jahren mit einer Idee, viel Mut und großem ehrenamtlichem Engagement. Der Frauennotruf Hochfranken und der Förderverein Frauennotruf Hochfranken e.V. feiern 2026 ihr 30-jähriges Bestehen – und damit drei Jahrzehnte Unterstützung für Frauen aus der Region, die unter häuslicher Gewalt sowie unter sexualisierter, körperlicher oder seelischer Gewalt leiden.
Die Grundlage wurde am 8. Januar 1996 gelegt: An diesem Tag fand die Gründungsversammlung des Fördervereins Frauennotruf Hochfranken e.V. statt. Ziel war die Schaffung eines Frauennotrufs für Hochfranken – ein Vorhaben, das erfolgreich umgesetzt wurde. In den Anfangsjahren wurde die Arbeit von rund 30 ehrenamtlich engagierten Frauen getragen, die mit großem Einsatz einen sicheren Ort für Betroffene schufen. Dieses Engagement prägt die Arbeit bis heute.
7 710 Frauen haben sich in den vergangenen 30 Jahren an den Frauennotruf Hochfranken gewendet. Hinter dieser Zahl stehen keine Statistiken, sondern Lebensgeschichten: Frauen, die Gewalt erlebt haben, oft im eigenen Zuhause, Frauen, die lange geschwiegen haben – und Frauen, die den Mut gefunden haben, Hilfe zu suchen. Für viele war der erste Kontakt mit dem Frauennotruf ein entscheidender Wendepunkt: das erste Mal, gehört zu werden, das erste Mal Unterstützung zu erfahren, das erste Mal Perspektiven zu sehen. Diese Zahl macht eindrücklich deutlich, wie wichtig eine spezialisierte Beratungsstelle für Frauen ist, die unter häuslicher Gewalt leiden – auch und gerade in unserer Region.
Der Frauennotruf Hochfranken bietet betroffenen Frauen einen geschützten Raum sowie kostenfreie, vertrauliche Beratung. Neben der individuellen Begleitung gehören auch Präventions- und Aufklärungsarbeit, Fortbildungen und die enge Vernetzung mit regionalen Einrichtungen zum festen Bestandteil der Arbeit.
Seit 30 Jahren wird der Frauennotruf vom Förderverein Frauennotruf Hochfranken e.V. ideell und finanziell unterstützt. Spenden, Mitgliedsbeiträge und Aktionen sichern Angebote und sorgen dafür, dass Hilfe direkt bei den Frauen ankommt.

Das Jubiläum wird 2026 auch öffentlich sichtbar: Am 26. Juni 2026 um 19:30 Uhr findet ein Poetry Slam im Textilmuseum in Helmbrechts statt. Der Erlös kommt dem Förderverein und damit gewaltbetroffenen Frauen zugute. Zudem informieren Mitarbeiterinnen des Frauennotrufs und des Fördervereins im Theater Hof vor drei Vorstellungen von „Marilyn Forever / Twice Through the Heart“, unter anderem vor der Premiere, über ihre Arbeit. Im Sommer setzt ein oranges Frauennotruf-Eis in der Eisdiele Rialto ein weiteres solidarisches Zeichen – auch hier fließt der Erlös in die Unterstützung betroffener Frauen.
30 Jahre Frauennotruf Hochfranken stehen für Hinschauen, Dasein und Verantwortung – und für Hilfe, die in der Region ankommt.
Worte, die bewegen – Poetry Slam zum 30. Jubiläum des Frauennotrufs Hochfranken
Freitag, 26. Juni, 19.30 Uhr
Oberfränkisches Textilmuseum Helmbrechts, Münchberger Straße 17, 95233 Helmbrechts
Eintritt: 9 €
Tickets: https://tinyurl.com/53cn7dct

Foto: Diakonie Hochfranken
Quelle: Diakonie Hochfranken







