6. Juni 2025 / Partner - News

Bezirk Oberfranken investiert in die Zukunft der psychiatrischen Versorgung in Rehau

Neubau schafft dringend benötigten Raum für Patienten und Mitarbeitende

Rehau – Mit einem symbolischen Spatenstich fiel jetzt der Startschuss für ein neues Klinikgebäude an der Bezirksklinik Rehau. Der Bezirk Oberfranken investiert rund 4,9 Millionen Euro in ein vollstationäres Ausweichquartier, das als Interimsbau während anstehender Sanierungsmaßnahmen dienen soll – und darüber hinaus einen dauerhaften Beitrag zur psychiatrischen Versorgung in der Region leisten wird.

Die Bezirksklinik Rehau, seit 1988 ein fester Bestandteil der psychiatrischen Versorgung in Oberfranken, hat in den vergangenen Jahren zunehmend unter baulichen Engpässen gelitten. Patientenzimmer ohne eigene Nasszellen, veraltete Infrastruktur und eine stetig steigende Nachfrage nach Therapieplätzen haben die Notwendigkeit für bauliche Maßnahmen unterstrichen. Bezirkstagspräsident Henry Schramm (CSU) betonte bei der Feierstunde: „Hier wird mit großem Engagement Menschen geholfen. Es ist höchste Zeit, auch die räumlichen Bedingungen entsprechend zu verbessern.“

Das neue Gebäude entsteht in Holzständerbauweise auf dem Gelände eines ehemaligen Sportplatzes der Klinik. Mit rund 700 Quadratmetern Nutzfläche bietet es künftig zwölf moderne Zweibettzimmer, darunter zwei für infektiöse Patienten. Ein direkter Zugang zum Garten schafft zusätzlich ein angenehmes therapeutisches Umfeld. Chefarzt Dr. Torsten Brückner unterstrich die Bedeutung des Neubaus: „Was wir hier schaffen, hat uns bisher gefehlt – mehr Platz, mehr Sicherheit, mehr Lebensqualität für unsere Patientinnen und Patienten.“

Die Finanzierung des Baus erfolgt vollständig aus Eigenmitteln des Bezirks, da Übergangsbauten wie dieser nicht förderfähig sind. Dennoch sehen alle Beteiligten den Neubau nicht nur als pragmatische Zwischenlösung. Eva Gill, Vorständin der Gesundheitseinrichtungen des Bezirks Oberfranken (GeBO), betonte: „Hier entsteht mehr als ein Ausweichquartier – es entsteht ein Ort der Stabilität und Verlässlichkeit.“

Während der umfassenden Sanierung der Bestandsgebäude – darunter notwendige Erneuerungen bei Strom-, Wasser- und Fensteranlagen – wird jährlich eine Station in den Neubau umziehen. So soll die Versorgung durchgehend gewährleistet bleiben. Die Fertigstellung ist bis Ende des Jahres geplant, 2026 soll die erste Station einziehen.

Auch Landrat Dr. Oliver Bär und Rehaus Bürgermeister Michael Abraham zeigten sich erfreut über das klare Bekenntnis zum Standort. „Dieser Neubau ist nicht nur ein Zeichen der Notwendigkeit, sondern auch des Willens, die Versorgung auf hohem Niveau zu sichern“, so Bär. Abraham erinnerte zudem an die anfängliche Skepsis gegenüber der Klinikgründung in den 1980er Jahren. Heute jedoch sei die Klinik aus Rehau nicht mehr wegzudenken – weder als Versorgungseinrichtung noch als Arbeitgeber.

Die Bezirksklinik Rehau verfügt derzeit über 142 vollstationäre und 20 teilstationäre Plätze und behandelt Menschen ab dem 18. Lebensjahr mit einem breiten Spektrum psychiatrischer Erkrankungen. Mit dem neuen Gebäude wird nun ein wichtiger Schritt in Richtung zukunftsfähiger und menschenwürdiger Versorgung getan.

Bildunterschrift: Symbolischer Spatenstich in Rehau: (von links) Bürgermeister Michael Abraham, Landrat Dr. Oliver Bär, Bezirksrat Harald Fichtner, Bezirkstagspräsident Henry Schramm, GeBO-Vorständin Eva Gill, Chefarzt Dr. Torsten Brückner und GeBO-Standortleiterin Jenny Vogel.

Quelle + Bild: 100ProzentHof Redaktion

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