28. Januar 2026 / Neues aus dem Theater Hof

Frühjahrspremieren am Theater Hof

Spuk, Sagen und große Gefühle

Veröffentlicht am 28. Januar 2026 um 08:00 Uhr

Hof. Zwischen Ende Januar und Anfang Mai 2026 lädt das Theater Hof das Publikum zu einer Reihe intensiver Begegnungen ein: 

Den Auftakt des Premierenreigens des neuen Jahres bildet ab 30. Januar Antonín Dvořáks dramatische Kantate „Die Geisterbraut“, die erstmals in Hof zu erleben ist. In konzertanter Form verschmelzen Solist:innen, Opernchor und die Hofer Symphoniker mit live entstehender Sandmalerei der international ausgezeichneten Künstlerin Svetlana Telbukh zu einem mystisch-poetischen Gesamtkunstwerk, das Musik sichtbar werden lässt.

Geheimnisvoll bleibt es auch ab 13. Februar im Studio: „Waldgeschratet“ erweckt entstaubte oberfränkische Sagen als musikalisches Schauspiel in Mundart zum Leben. Die Kultband Waldschrat bringt regionale Mythen mit archaischem Klang und rauer Poesie auf die Bühne. Die enorme Nachfrage spricht für sich: Sämtliche Vorstellungen sind bereits ausverkauft, aber die begehrte Produktion kehrt ab Oktober 2026 als Wiederaufnahme zurück. (Der Vorverkauf für die Wiederaufnahme startet am 2. September 2026.)

Mit der Hofer Erstaufführung des Schauspiels „Tannöd – Ein Kriminalfall“ (ab 20. Februar) richtet das Schauspiel den Blick in die dunklen Abgründe menschlicher Existenz. Der Stoff um den bis heute ungeklärten Mehrfachmord von Hinterkaifeck entfaltet eine beklemmende Spannung zwischen ländlicher Idylle und grausamer Realität, bevor ab 5. März das Schauspiel „Rotkäppchen muss weinen“ (ab 9 Jahren) sensibel und eindringlich Themen wie Freundschaft, Mut und den Umgang mit sexuellem Missbrauch verhandelt.

Ab 21. März wird der innere Zwiespalt selbst zur Hauptfigur: Die Uraufführung des Rockballetts „Jekyll & Hyde“ zeigt einen Menschen, der an der Spaltung in Gut und Böse zerbricht. Zu treibender Rockmusik treffen Tanz, Körper und Emotion in kraftvollen Bildern aufeinander und machen den Kampf mit dem eigenen Schatten unmittelbar erlebbar.

Humorvolle Krimispannung verspricht ab 10. April die Krimikomödie „Cluedo“, die das beliebte Brettspiel als humorvollen Bühnenkrimi neu interpretiert. In der Hofer Erstaufführung versammelt sich eine illustre Runde Verdächtiger – jede Figur mit Motiv, Geheimnis und möglicher Schuld. Das Publikum rätselt mit und folgt den falschen wie richtigen Spuren.

Das Junge Theater Hof setzt ab 13. April mit der Stückentwicklung „Virtuelle Schatten“ (ab 10 Jahren) ein starkes Zeichen: Das Stück macht die oft unsichtbaren Verletzungen von Cybermobbing sichtbar und gibt Betroffenen eine Stimme.

Den Abschluss der Frühjahrs-Premieren bildet ab 2. Mai eine der bekanntesten Liebesgeschichten der Welt: Mit Riccardo Zandonais selten gespielter Oper „Romeo und Julia“ kommt eine veristische Rarität erstmals nach Hof. In großer emotionaler und musikalischer Intensität wird die Tragödie des berühmtesten Liebespaars neu erlebbar. 

Karten für alle Produktionen (außer „Waldgeschratet“) gibt es an der Theaterkasse, Tel.: 09281 – 7070 – 290, unter www.theater-hof.de und über Eventim.

Foto: Theater Hof
Quelle: Theater Hof

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