Naila. Zu einem „Tag der Begegnung – Zeit, die zählt“ hatten Hospiz und Hospizverein Frankenwald gemeinsam rund um das Hospiz eingeladen. Trotz subtropischer Hitze kamen viele Interessierte, um sich zu informieren, an einer der Führungen durch die Räume des Hospizes teilzunehmen und miteinander ins Gespräch zu kommen.
Unter den Gästen war auch Erster Bürgermeister Paul-Bernhard Wagner. „Das Hospiz hat ein großes Einzugsgebiet; die Gäste kommen auch aus den benachbarten Bundesländern Thüringen und Sachsen“, erläuterte der Bürgermeister. Er betonte, dass das Hospiz ein „Segen für uns vor Ort“ sei und die kurzen Wege für die Angehörigen sehr wertvoll seien. Einrichtungsleiterin Christine Rothemund führte durch die Räume, beantwortete Fragen und erklärte, dass 28 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Hospiz angestellt seien. „In jeder Schicht sind zwei Fachkräfte“, betonte sie und erklärte, dass die Arbeit im Hospiz ein anderes Denken erfordere. „Eine ausgebildete Krankenschwester will heilen. Zu uns aber kommen Menschen, die austherapiert sind und ihren letzten Weg auf Erden gehen.“
Die Einrichtungsleiterin betonte, dass es im Hospiz kein Müssen gebe und die Gäste den Takt vorgäben. „Wir erfüllen die Wünsche und richten uns nach den Bedürfnissen. Wenn jemand bis mittags schlafen möchte, dann ist das so – und wenn jemand nachts duschen möchte, ist auch das möglich“, erzählte sie. Sie berichtete auch vom Abschiedsritual, von der Kerze für jeden Gast, von der Gedenkstunde und vielem mehr. Ein Zimmer konnte ebenso besichtigt werden wie der „Raum der Stille“, das Bad und die Ergotherapie.
„Unser Hospiz ist kein Ort der Angst, sondern ein Ort der Begleitung für Menschen und ihre Angehörigen“, unterstrich Einrichtungsleiterin.
Im Außenbereich unter schattigen Bäumen konnten Kinder reiten, malen und basteln sowie die Bauernhoftiere von Johanna Steinboch beobachten. Alleinunterhalter Rudi Feiler untermalte das Beisammensein musikalisch, und natürlich gab es auch Kulinarisches – Süßes und Deftiges. So entstand ein gelungener Raum und Rahmen, der Einblicke bot und Fragen beantwortete.



Foto: Hospiz Naila
Quelle: Stadt Naila







