Naila. Das Jugendsymphonieorchester Oberfranken (JSO) ist gewachsen: 100 Musikerinnen und Musiker werden am Ostersamstag die Ergebnisse ihrer Studienwoche präsentieren. Mit Wagners Tristan und Isolde (Vorspiel und Liebestod), Mozarts Konzert für Oboe und Orchester C-Dur sowie Rimsky-Korsakovs Scheherazade begeistern die jungen Talente ihr Publikum.
In den vergangenen vier Jahrzehnten hat sich das Jugendsymphonieorchester zum Aushängeschild der musikalischen Nachwuchsförderung des Bezirks Oberfranken entwickelt. „Seit 1984 beginnen wir unsere kleine Ostertournee in Naila und treffen auf ein freudig-gespanntes Publikum, das die tollen Leistungen der jungen Menschen sehr zu schätzen weiß. Dieses Osterkonzert ist für viele Konzertbesucher längst ein fester Termin im Jahreskalender“, so Bezirkstagspräsident Henry Schramm. Die Internationale Musikbegegnungsstätte Haus Marteau lädt jährlich in der Karwoche junge Menschen zu einer Probenwoche des Jugendsymphonieorchesters ein, das sich Jahr für Jahr neu findet und sich am Ende der Arbeitsphase dem Publikum vorstellt. 2026 erklingen in der Frankenhalle gleich zu Beginn Vorspiel und Liebestod aus Richard Wagners Tristan und Isolde. Den Solopart wird Sopranistin Aleksandra Gawrych übernehmen, die sich in Polen bereits einige erste Preise sichern konnte. Eines der meistgespielten Solokonzerte für Oboe bildet den zweiten Programmteil, das Konzert für Oboe und Orchester C-Dur von Wolfgang Amadeus Mozart. Solistin Antonia Greifenstein schätzt an Mozarts Oboenkonzert, dass es ein besonders inspirierendes Werk ist, das verschiedenste Elemente vereint „Die typische mozartsche Eleganz wird ergänzt durch unglaublich spritzige Energie und Artikulation sowie perfekte Konstruktion.” Dirigent Till Fabian Weser erläutert zum letzten Werk des Programms, Rimsky-Korsakows Scheherazade: „Es ist eines meiner Lieblingsstücke. Farben, Melodien und Rhythmen klingen fremdartig und sind doch so vertraut. Diese Spannung macht für mich den großen Reiz aus. Zwischen so viel Erzählkunst und rhythmischer Energie finden sich auch Orchesterstellen, die fast opernhaft sind – das Orchester selbst wird hier zur Prima Donna.“ Das Konzertmeistersolo spielt Elisabeth Schöneck, die bereits bei internationalen Wettbewerben, darunter die International Violin Competition Amigdala, ausgezeichnet wurde. Derzeit ist sie Konzertmeisterin des Romantics Chamber Orchestra Belgium und Stimmführerin im Casco Phil Chamber Orchestra.

Info:
Sa 4. April 2026 um 18 Uhr in der Frankenhalle Naila, Finkenweg 13, 95119 Naila
Karten gibt es zum Preis von 10 Euro, ermäßigt 7 Euro (Schüler, BFDler, Auszubildende, Studenten, Empfänger von Sozialleistungen, Schwerbehinderte, Inhaber einer Ehrenamtskarte, Rentner; Kinder bis zwölf Jahre sind frei) über die Tourist Information Naila, Bahnhofsplatz 1, 95119 Naila, Telefon: 09282 6829 oder online https://jso-oberfranken.de/konzerte/.
Foto: jso-oberfranken, Frank Wunderatsch
Quelle: Stadt Naila







