21. September 2022 / Naila informiert...

Naturschutzarbeit im Frankenwaldverein - Ein Team für die Natur

Naila informiert ...

Naila (Frankenwaldverein e.V.). Die Naturschutzaktivitäten der Ortsgruppen des Frankenwaldvereins sollen vernetzt und ausgeweitet sowie um weitere Projekte des Hauptvereins ergänzt werden.

Naturschutzprojekte waren bislang im Frankenwaldverein meist eine Sache der einzelnen Ortsgruppen. Dabei handelte es sich oft um Kleinprojekte, beispielsweise 
den Bau von Vogelhäuschen oder Müllsammelaktionen an den Wanderwegen. 
Größere Maßnahmen waren unter anderem die Anlage von Hecken und Feldrainen nebst „Heckensteig“ in Lippertsgrün oder die Erfassung von Fledermausquartieren im Frankenwald.

Mit der Wahl von Dietrich Förster zum Referenten für Naturschutz im Hauptverein sollen diese Aktivitäten nun ausgeweitet werden. Der Diplombiologe betreute schon eine Vielzahl von Artenschutzprojekten und ist im Frankenwald gut vernetzt. Ein funktionierendes Netzwerk möchte er nun auch im Frankenwaldverein etablieren. 
Darum hat er die örtlichen Naturschutzreferenten der Ortsgruppen sowie weitere interessierte Mitglieder des Frankenwaldvereins zu einem ersten Treffen in die 
Bürgerscheune in Geroldsgrün eingeladen. Insgesamt zwanzig Teilnehmer konnte er in dieser Runde willkommen heißen, darunter auch den Hauptvorsitzenden Dieter Frank, die Hauptgeschäftsführerin Marlene Roßner und den stellvertretenden Hauptvorsitzenden Stefan Münch, Bürgermeister von Geroldsgrün, der nicht ohne Stolz die erst kürzlich eröffnete Bürgerscheune präsentierte.

Schnell zeigte sich im Verlauf der Veranstaltung, dass die Interessen der Anwesenden ein weites Spektrum umfassen und der Naturschutz viele Bereiche des 
Vereinslebens berührt.  
So legt zum Beispiel Dr. Hermann Meiler aus Lippertsgrün seinen Fokus auf das artenreiche Offenland und beklagt das Verschwinden von Feldwegen und -rainen. 
„Das ist nicht nur ein Schaden für die Natur, auch unsere Wanderwege werden immer mehr in Mitleidenschaft gezogen“, ergänzte Dr. Rudi Fischer. Die beiden 
Revierleiter der Bayerischen Staatsforsten, Daphne und Markus Weihrich, zeigten sich offen für das Anlegen weiterer Amphibiengewässer im Staatsforst. Auch die 
Grundstücke des Frankenwaldvereins sollten auf ihr Potential für Naturschutzmaßnahmen überprüft werden. Hier sticht bereits die Fläche am Aussichtsturm Frankenwarte in Hirschberglein als trockenmagerer Standort mit einer speziellen Flora hervor. 
Ob und wie man auf Schutzgebiete und geschützte Arten in Karten, Wegbeschreibungen und vor Ort aufmerksam machen sollte, wurde ausgiebig diskutiert. Einerseits möchte man das Interesse an der Natur wecken, andererseits die Arten aber nicht gefährden. Während sich die einen mehr Einfluss des Frankenwaldvereins auf Politik und Wirtschaft wünschten, wären andere wiederum froh, Ideen für Kleinprojekte vermittelt zu bekommen.

Man war sich schnell einig, dass der Frankenwaldverein in Sachen Naturschutz das Rad nicht neu erfinden müsse. Vielmehr sei es wichtig, mit anderen etablierten 
Naturschutzorganisationen zu kooperieren, etwa bei der Kontrolle von Naturschutzflächen oder Amphibiengewässern. Geführte Wanderungen mit 
Spezialisten wie den Rangern des Naturparks Frankenwald oder ausgebildeten Kräuterpädagogen seien ebenfalls eine Möglichkeit, die heimische Flora und Fauna 
des Frankenwalds besser kennen zu lernen und das Interesse an der Natur zu wecken.

Am Ende eines langen Abends waren sich alle einig, dass dieses Treffen nur eine erste Ideensammlung gewesen war. Nicht alle Themen konnten bis ins Detail 
besprochen werden. Zum Abschluss bat Dietrich Förster die Anwesenden, weitere Mitstreiter aus den Ortsgruppen oder dem Freundes- und Bekanntenkreis für den 
Naturschutz im Frankenwald zu gewinnen. Auch Hauptvorsitzender Dieter Frank pflichtete dem bei: „Alles steht und fällt mit dem Engagement der Leute.“

Sollten Sie den Frankenwaldverein bei seiner Naturschutzarbeit unterstützen wollen, können Sie sich gerne per Mail an naturschutz@frankenwaldverein.de bei 
Naturschutzreferent Dietrich Förster melden.

Foto: Stdt Naila
Quelle: Stadt Naila

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