Hof. Mitten in der Hofer Innenstadt ist ein neuer Ort für Familien entstanden: Das Honighaus – ein Projekt von Zeit für Honig. Auf rund 190 m² verbindet es ein Familiencafé, einen großzügigen Spielbereich und einen professionell ausgestatteten Kursraum für bindungsorientierte Eltern- Kind-Kurse, Fachvorträge und Wochenendseminare.
Oberbürgermeisterin Eva Döhla überreichte zur Eröffnung am Samstag, den 31. Januar 2026, einen Startzuschuss in Höhe von 4.500 Euro: „Ich freue mich sehr, dass unser Projekt (T)Raum(Er)Füller Früchte trägt und ein weiterer Leerstand in unserer Innenstadt mit Leben gefüllt werden konnte. Ich danke der Wirtschaftsförderung, die das Vorhaben begleitet hat und natürlich auch Frau Bär, die mit ganzem Herzen hier im Zentrum unserer Altstadt einen Ort mit viel Mehrwehrt für Eltern und Kinder geschaffen hat.“
Initiatorin Lena Bär, selbst Mutter einer kleinen Tochter, ausgebildete Pädagogin und Gründerin von Zeit für Honig, möchte in der Lorenzstraße einen Ort schaffen, „an dem Familien ankommen dürfen – mit viel Zeit füreinander, Austausch und echter Verbindung.“ Unterstützt wurde sie dabei von der Wirtschaftsförderung der Stadt Hof in Zusammenarbeit mit der LfA Förderbank Bayern in Hof.
Konzept des Honighauses
Die Angebote im Honighaus sind bewusst entlang des Familienalltags aufgebaut. Vormittags richten sich Kurse und Formate vor allem an Schwangere und Eltern in Elternzeit – etwa rund um Schwangerschaftsvorbereitung, Babymassage oder erste gemeinsame Spiel- und Bewegungsangebote.
Nachmittags, wenn Kinder nach der Kita abgeholt werden, will das Honighaus Zeit miteinander ermöglichen. Das gemeinsame Erleben steht bei musikalischen Formaten, Tanzen und Bewegung sowie Mal- und Kreativ-Angeboten im Vordergrund. Die Angebote richten sich dabei nicht ausschließlich an Mütter und Väter – auch Großeltern oder andere enge Bezugspersonen sind willkommen.
Am Abend öffnet das Honighaus Raum für Fachvorträge, pädagogische Themenabende und Fortbildungen, am Wochenende für intensivere Formate wie Erste-Hilfe-Kurse für Eltern oder Weiterbildungen für Fachpersonal. Parallel dazu darf im gesamten Familiencafé gespielt, und gemeinsam Zeit verbracht werden. Ergänzt wird dieses Angebot durch offene Impulse wie Vorlesezeiten oder kreative Angebote, an denen spontan und ohne Voranmeldung teilgenommen werden kann. Im Café finden auch feste Eltern-Kind-Gruppen statt, die sich wöchentlich unter pädagogischer Leitung treffen.
„Es geht nie darum, Eltern zu belehren“, sagt Lena Bär. „Es geht darum, Beziehung zu ermöglichen. Und dafür braucht es Zeit und Raum.“
Mitwirkende gesucht
Aktuell sucht Lena Bär noch nach Kursanbietenden und Fachleuten, die das Programm im Honighaus mitgestalten möchten. Ziel ist ein sorgfältig aufgebautes, qualitativ hochwertiges und wachsendes Angebot. Kursanbietende werden bei der Umsetzung unterstützt. Von Buchung, über Bezahlung bis zur Sichtbarkeit der Kurse nimmt Bär Administration ab, um möglichst viel zu vereinfachen, damit der Fokus auf den Inhalten, den Menschen und der gemeinsamen Zeit liegen kann.
Verwurzelt in der Region
Ein zentrales Anliegen des Honighauses ist die Verbindung von Regionalität, Vernetzung und Kooperation. Viele Fachkräfte leisten oft getrennt voneinander wertvolle Arbeit für Familien. Das Honighaus möchte diese Angebote unter einem Dach zusammenführen und Räume schaffen, in denen Austausch, Zusammenarbeit und gemeinsames Denken möglich werden. Auch im Familiencafé zeigt sich dieser Anspruch. Produkte sollen, wann immer möglich, aus der Region stammen. Darüber hinaus ist das Honighaus offen für Kooperationen mit regionalen Unternehmen, Unterstützern und Werbepartnern. Erste Partnerschaften konnten bereits aufgebaut werden.
Die Vision des Honighauses
Die Idee ist eng mit der Biografie von Lena Bär verbunden. Sie wuchs in einer Großfamilie auf, in einem Haus mit offenen Türen, in dem Menschen willkommen waren und füreinander da waren – auch über die eigene Familie hinaus. Diese gelebte Offenheit und dieses Selbstverständnis von Miteinander prägen bis heute ihre Haltung. Zur Umsetzung in Hof kam es schließlich durch den Wettbewerb „(T)Raum(Er)Füller“ der Stadt Hof. Dort konnte ein lang gereiftes Konzept konkret werden und gezielt an den städtischen Raum angepasst werden.
Heute freut sich Lena Bär darauf, dass auch Hofer Familien Lust auf Honig bekommen – und sich im Honighaus ihre ganz eigene Portion Zeit, Beziehung und Miteinander abholen.
Aktuelle Informationen zum Programm
https://www.instagram.com/zeitfuerhonig

Lena Bär (Initiatorin) und Eva Döhla (Oberbürgermeisterin)

Eröffnung des Honighauses

Lena Bär (Initiatorin)
Foto: Stadt Hof
Quelle: Stadt Hof







