Hof. Am Sonntag, den 30. November wird das Hofer Rathaus in blaues Licht getaucht. Auf diesem Weg unterstützt die Stadt Hof erneut die Initiative „Städte für das Leben – Städte gegen die Todesstrafe“. Das Licht wird gegen 16:00 Uhr eingeschaltet. Beleuchtet wird das Hofer Rathaus auf diese Weise bis etwa 22:00 Uhr.
In Deutschland ist die Todesstrafe Geschichte. 1981 gab es die letzte Hinrichtung hierzulande. Obwohl viele Länder die Todesstrafe inzwischen abgeschafft haben, stieg die Zahl der Hinrichtungen im vergangenen Jahr deutlich in den Ländern, in denen sie noch praktiziert wird. Laut einem Bericht von Amnesty International wurde die Todesstrafe 2024 1.518 Mal in 15 Ländern vollstreckt. Das ist die höchste Zahl dokumentierter Hinrichtungen seit 2015. Die meisten gab es laut der Menschenrechtsorganisation in China, Iran, Saudi-Arabien, Irak und Jemen. Nicht selten wird die Todesstrafe dazu missbraucht, um Angst zu schüren und Andersdenkende zu beseitigen.
Pünktlich zum 30. November, dem Tag an dem das Großherzogtum Toskana 1786 als erstes die Todesstrafe abschaffte, ruft Aktion „Cities for Life“ dazu auf, ein Zeichen gegen diese unmenschliche Strafform zu setzen. Initiiert wurde sie 2002 von der Gemeinschaft Sant'Egidio, einer 1968 in Rom gegründeten katholisch-christlichen Laienbewegung.
Über 280 Städte in Deutschland und mehr als 2.500 auf der ganzen Welt positionieren sich klar gegen die Todesstrafe und setzen sich für ihre Abschaffung ein. Dazu gehört auch die Stadt Hof. In den vergangenen Jahren leistete die Saalestadt unterschiedliche Beiträge zum internationalen Aktionstag „Cities for Life“. So wurde beispielsweise 2023 im Hofer Rathaus ein Film über die Todesstrafe in der DDR gezeigt.
Quelle: Stadt Hof







