Hof. Öffentlich war es zuletzt etwas ruhiger um das Schillerquartier und die Planungen der MedicalCube Hof Immobiliengesellschaft mbH mit den Geschäftsführern Dr. Dr. Ulrich Longerich und Dr. Dr. Matthias Thurau. Doch hinter den Kulissen schreitet das Projekt weiterhin mit großem Einsatz voran.
Die letzten Monate wurden dazu genutzt die Planungen zu konkretisieren. Die Stadt arbeitet weiter am Bebauungsplanverfahren, das bei einem so wegweisenden und komplexen Projekt eine Herausforderung darstellt. Schließlich handelt es sich um eine prominente Fläche in der Innenstadt mit einer ganz eigenen Geschichte. Zudem ist sie von gewachsener historischer Bebauung und wichtigen Verkehrswegen umgeben.
Es soll ein Stadtraum entstehen, der in hoher Dichte eine Vielzahl von Nutzungen vereint – vom Gesundheitszentrum über gewerbliche Betriebe und Dienstleistungen bis zu unterschiedlichen Wohnformen. An der Ecke Bismarckstraße / Friedrichstraße soll ein adressbildendes Gebäude Platz finden, das sich an der Hochhausgrenze orientiert. Hier sollen mehrere Arztpraxen zusammenkommen können und im Erdgeschoss auch Einzelhandelsnutzungen möglich werden. Gemeinsam mit den weiteren Baufeldern können so zwei Innenhöfe mit teils öffentlicher Durchwegung als Urbanes Gebiet mitten in Hof entstehen. Derzeit werden Verkehrs- und Lärmschutzgutachten erstellt.
Die daraus hervorgehenden Empfehlungen sind Voraussetzung dafür, dass der Entwurf finalisiert werden kann. Diese werden voraussichtlich noch im Jahr 2025 eingehen.
Im Frühjahr 2026 wird die öffentliche Auslegung auf Grundlage des modifizierten Bebauungsplanentwurfs wiederholt. Die eingehenden Stellungnahmen werden danach von der Stadtverwaltung geprüft und abgewogen. Das Verfahren soll bis Mitte des kommenden Jahres abgeschlossen sein – sofern keine gewichtigen Einwände aus dem Verfahren mehr entgegenstehen. Ab diesem Zeitpunkt können die Investoren dann einen Bauantrag stellen und nach dessen Genehmigung mit dem Bau beginnen.
Die Investoren bereiten parallel zu diesen städtischen Arbeiten die Umsetzung des Projekts in mehreren Bauabschnitten vor. Im Vordergrund stehen hierbei technische, logistische und finanzielle Abläufe, die es zu sichern gilt. In 2026 soll bereits der Bau des angekündigten Gesundheitszentrums starten und die Gesamtentwicklung einleiten.
Oberbürgermeisterin Eva Döhla sagt dazu: „Alle stehen weiterhin zu dieser großen Aufgabe. Unsere Stadtverwaltung arbeitet mit vollem Einsatz am Gesamtprojekt. Die Gespräche mit den Eigentümern sind konstruktiv und immer positiv in dem Ziel am Schiller-Quartier etwas Neues zu schaffen. Dem Umwelt- und Planungsausschuss wurde der Verfahrensstand in der Sitzung am 13. November 2025 vorgestellt. Die politischen Vertreter haben die Bedeutung nochmals unterstrichen und den weiteren Prozess unterstützt. Ein so komplexes Projekt erfordert eine sorgfältige Planung und Abwägung – genau das tun wir. Natürlich dauert das etwas, aber wir gehen Schritt für Schritt in die richtige Richtung.“
Quelle: Stadt Hof







