Hof. Im Rahmen einer Informationsveranstaltung wurde am 30.10.2025 der aktuelle Stand des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts Hof2040 (ISEK) vorgestellt und die begleitende Ausstellung eröffnet, die den gesamten Prozess anschaulich dokumentiert. Vor Ort waren neben Vertreterinnen und Vertretern der Stadt, der Stadtwerke Hof, der Agentur „slapa & die raumplaner“, Prof. Dr. Ralf E. Ulrich sowie zahlreiche interessierte Hoferinnen und Hofer.
Insgesamt zeigt die vorgestellte Analyse, dass Hof über bedeutende Potenziale verfügt, die durch eine integrierte, nachhaltige Stadtplanung aktiviert werden können. Die Herausforderung besteht darin, die vielfältigen Handlungsfelder kohärent zu steuern und die vorhandenen Ressourcen effizient zu nutzen, um die Stadt langfristig als attraktiven Lebens-, Arbeits- und Wirtschaftsraum zu sichern.
Oberbürgermeisterin Eva Döhla eröffnete die Veranstaltung und unterstrich die Bedeutung des ISEK für die zukunftsorientierte Entwicklung der Stadt. „Mit diesem Konzept legen wir die Grundlage, um Hof auch in den kommenden Jahren als attraktiven Lebens-, Arbeits- und Wirtschaftsraum zu sichern“, betonte sie.
Die Veranstaltung wurde von Alexander Matzka, Fachbereichsleiter Stadtplanung, moderiert. Er erläuterte den Ablauf des Abends und die Grundlagen des ISEK, das als strategisches Steuerungsinstrument die nachhaltige Entwicklung Hofs bis mindestens 2040 begleiten soll.
Prof. Dr. Ralf E. Ulrich, der eng mit dem beauftragten Büro „die raumplaner“ zusammenarbeitet, präsentierte die Ergebnisse der Bevölkerungsvorausberechnung bis 2040 anhand verschiedener Szenarien. Dabei wurden die Herausforderungen, die der demographische Wandel mit sich bringt, wie beispielsweise die Handlungsbedarfe für den Wohnungsmarkt sowie die zukünftigen Wohnraumbedarfe deutlich. Die Daten stützen sich auf aktuelle Zahlen des Zensus 2022 und liegen auf Stadtteilebene bzw. teils auf Ortsteilebene vor.
Lotta Alber, M.A. Urbane Geographie des Büros „slapa & die raumplaner“ aus Berlin, stellte das Zielsystem vor. Das Zielsystem beschreibt die Handlungsfelder und deren jeweiligen Ziele. Es gibt Hinweise, wie bauliche und nichtbauliche Maßnahmen zur Zielerreichung eingesetzt werden können. Durch die Erarbeitung des übergeordneten Leitbilds ist sichergestellt, dass Maßnahmen auf die abgestimmte Zielrichtung einzahlen und sich gegenseitig unterstützen. Dieses Leitbild beschreibt Hof als ein wettbewerbsfähiges Oberzentrum im Herzen Europas, das sich durch Innovation, nachhaltige Infrastruktur und eine vielfältige Kultur- und Bildungslandschaft auszeichnet.
Die acht strategischen Entwicklungsziele umfassen die Stärkung der Wirtschaftskraft, die Förderung bedarfsgerechten Wohnraums, die Attraktivitätssteigerung der Freirauminfrastruktur, die Neugestaltung der Innenstadt, die Entwicklung eines smarten Lebensstandorts, die Digitalisierung, die Resilienz der Bevölkerung sowie eine transparente Haushaltspolitik.
Der Prozess zur Erarbeitung des ISEK begann mit einer Auftaktveranstaltung im Jahr 2023 und umfasste zahlreiche Beteiligungsformate, darunter Workshops, Online-Umfragen und Fachgespräche. Der nächste Schritt im Prozess, die Bestimmung der Maßnahmen, die der Erreichung der gesetzten Ziele dienen, soll abschließend in 2025 durch das beauftragte Büro „slapa & die raumplaner gmbh“ erfolgen und mit der Verwaltung sowie Mitgliedern des Stadtrats und weiteren zentralen Akteuren finalisiert werden.
Das Ziel ist es, das Konzept bis zum ersten Quartal 2026 abzuschließen und anschließend im Stadtrat zu verabschieden.
Die begleitende Ausstellung, die den gesamten Prozess dokumentiert, ist noch bis zum 13. November in der VHS Hofer Land zu sehen. Weitere Informationen sind online unter https://www.hof.de/2040/isek und auf der prozessbegleitenden Seite https://adhocracy.plus/hof2040 abrufbar.
Für Rückfragen steht der Fachbereich Stadtplanung unter 09281/815-1510 oder per E-Mail an stadtplanung@stadt-hof.de zur Verfügung.
Oberbürgermeisterin Eva Döhla bei der Veranstaltungseröffnung
Alexander Matzka mit Besucherinnen und Besuchern
Foto: Stadt Hof
Quelle: Stadt Hof







