Hof. Am Donnerstag, 24.09.2026, findet von 19:00 Uhr bis 21:00 Uhr eine Übung zum Thema Hochwasserschutz im Bereich der Fabrikzeile / Heiligengrabstr. statt. Ziel dieser Übung ist ein grundsätzlicher Testlauf mit den neuen mobilen Hochwasserschutzwänden der Stadt Hof. Diese wurden bereits im Jahr 2025 beschafft und sollen künftig gefährdete Bereich im ganzen Stadtgebiet bei oberflächigem Hochwasser z.B. durch Starkregen oder Kanalüberflutung schützen.
Für die Übung werden im Voraus Parkverbotszonen im angedachten Einsatzbereich errichtet. Die Stadt Hof bittet um dringende Beachtung dieser Bereiche, da bei Behinderung der Übung im schlimmsten Fall widerrechtlich abgestellte Fahrzeuge abgeschleppt werden müssen.
Der Übungsbereich wurde auf einen Teil des Einzugsgebiets des Leimitzbaches festgelegt, welcher bei dem großen Hochwasser 2021 verstärkt über die Ufer getreten ist. Der Testlauf mit den mobilen Hochwasserschutzwänden stellt dabei eine von mehreren Maßnahmen zur Stärkung des Hochwasserschutzes in der Stadt Hof dar. Die gewonnenen Erkenntnisse aus dieser Übung fließen dabei ebenfalls in die weiteren Schutzkonzepte ein, welche derzeit bei der Stadt Hof entwickelt werden.
Aufgrund der Übung kommt es am 24.09.2026 zwischen 19:00 Uhr und 21:00 Uhr zu einer Vollsperrung der Fabrikzeile im Umkreis der Kreuzung. Eine Anfahrt ist für Anlieger bis zur Vollsperrung möglich. Auch die Zufahrt zum Gelände der HofTEX und ARAL-Tankstelle ist aus Richtung Pestalozziplatz weiterhin gegeben. Der übrige Verkehr wird über die Christoph-Klauß-Str. umgeleitet.
Neben der Fabrikzeile wird je nach Übungsfortschritt auch im Bereich der Leimitzer Str. zwischen Leimitzbachweg und Bühlstr. ein weiterer Einsatz geübt. Hier ist dann ebenfalls eine Vollsperrung zu erwarten.
Klärung der Abläufe an Gewässern III. Ordnung
Unter Gewässern III. Ordnung werden alle oberirdischen Gewässer bezeichnet, welche kleiner als Flüsse sind (z.B. Bäche, Bachzuflüsse, etc.). Diese stellen für den Hochwasserschutz eine besondere Herausforderung dar, da die Vorwarnzeit hier meist sehr kurz ausfällt und häufig eine Reaktion auf Ereignisse innerhalb kürzester Zeit (meist unter einer Stunde) notwendig wäre. Verkehrswege müssten so ebenfalls sehr kurzfristig gesperrt und Einsatzmittel schnell gestellt werden, was vor allem logistisch sehr schwierig ist.
Mit der Übung soll getestet werden, wie im Ernstfall der Ablauf optimal koordiniert werden kann. Die hieraus gewonnenen Erfahrungen sollen sowohl die Einsatzmöglichkeiten und Grenzen der mobilen Hochwasserschutzwände aufzeigen und Grundlagen für die weiteren Planungen der Stadt Hof bieten. Ziel ist es ebenfalls, einen guten Standort zur Zuleitung von Oberflächenwasser durch den Hochwasserschutzwall in Richtung der Saale zu finden.
All diese mobilen Maßnahmen sollen schlussendlich gemeinsam mit weiteren baulichen Maßnahmen und Überlegungen zum Umbau zu einer Schwammstadt ein neues Hochwasserschutzkonzept der Stadt Hof ergeben. Ein Einsatz- und Alarmierungsplan „Hochwasser“ ist hierzu ein Einstieg, diese Übung legt hierzu einen Grundstein.
Foto: Stadt Hof
Quelle: Stadt Hof









