22. Juli 2021 / Hof informiert...

Fachaustausch „Perspektiven für Kinder auf Bildung, Förderung und Teilhabe“

Hof informiert ...

Hof. Partnerschaft für Demokratie
Im Rahmen der Hofer Partnerschaft für Demokratie eröffnet Eva Döhla einen digitalen Fachaustausch, bei dem es um die Problemlagen und Bedarfe von jungen Menschen geht. Der Fachaustausch mit dem Titel „Chancengleichheit in Hof?! – Perspektiven für Kinder auf Bildung, Förderung und Teilhabe“ findet am 22. Juli 2021 online von 15.45 Uhr bis 18.00 Uhr statt und richtet sich an Hofer Fachkräfte aus den Bereichen Familie, Bildung, Verwaltung sowie Kunst, Kultur und Freizeit.
Die Corona-Pandemie hat die Chancenungleichheit unter Kindern und Jugendlichen in Hof um ein Vielfaches vergrößert. Gemeinsame Anstrengungen für nachhaltige, lokale Lösungen zum Abbau von Kinderarmut sind dringend notwendig. 
Armut hat viele Gesichter in Deutschland und trifft Kinder und Jugendliche als schwächste Mitglieder unserer Gesellschaft besonders hart. Die Corona-Pandemie hat die Chancenungleichheit unter Kindern in Hof besonders dramatisch verstärkt. In Zeiten der Lockdowns wurden Bildung, Förderung und Teilhabe in die Familien ausgelagert – die soziale Herkunft wurde, noch stärker als zuvor, zur entscheidenden Frage für die Entwicklung eines jungen Menschen. „Ein Fachaustausch allein wird dieses Problem nicht lösen können, doch es ist wichtig, dass wir über Kinderarmut sprechen, das Thema nicht kleinreden und nicht müde werden, nach Verbesserung zu streben“, sagt Oberbürgermeisterin Eva Döhla. So habe die Stadt hier ganz aktuell bereits zweierlei auf den Weg gebracht: Den Hofer Kinderpass und den Wegweiser „Bildung und Teilhabe“, der am 22. Juli 2021 vorgestellt wird. 
Einer aktiven Zivilgesellschaft fällt dabei eine wesentlich größere Bedeutung zu als jemals zuvor. „Ich freue mich sehr, dass wir als Begleitausschuss diesen thematischen Diskussionsimpuls in die Stadtgesellschaft geben können. Soziale und politische Teilhabe dürfen nicht vom Geld und der Herkunft eines Kindes abhängen, denn das gefährdet auch langfristig die Demokratie“, erklärt die Co-Sprecherin des Begleitausschusses in der Partnerschaft für Demokratie, Maureen Stender, die sich unter anderem bei „Über den Tellerrand – Community in Hof“ engagiert.
Der Fachaustausch im Rahmen der 7. Demokratiekonferenz der Partnerschaft für Demokratie in der Stadt Hof greift diese gesellschaftliche Schieflage auf, um in einem geschützten Rahmen den Status quo in Hof im Kontext bundespolitischer Entwicklungen zu besprechen. Bestehende Hofer Lösungsansätze werden den Teilnehmenden sichtbar gemacht (z.B. Inklusive Region Hof-Stadt, Schule macht Stark, Bildungs- und Teilhabepaket etc.). Darüber hinaus soll dieser Austausch frische Vernetzungen untereinander ermöglichen, um weitere Lösungsansätze für Kinder und Jugendliche in der Stadt Hof zu entwickeln. 

Zugang zum Fachaustausch via Zoom: 
Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist jedoch erforderlich. Der Zugangslink wird am Morgen des Fachaustausches separat zugeschickt. 
Hier gelangt man zur Online-Anmeldung:
Demokratiekonferenz in der Stadt Hof 2021 (demokratie-leben-in-der-mitte-europas.de)

Am Ende dieses Fachaustausches werden die Ergebnisse dokumentiert und allen Teilnehmenden zur Verfügung gestellt. 

Über die Partnerschaft für Demokratie in der Stadt Hof 
Im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ werden die Stadt Hof gemeinsam mit den Landkreisen Wunsiedel, Tirschenreuth und Hof finanziell gefördert. Mit den Fördermitteln werden Vereine, lokale Initiativen und auch Einzelpersonen dabei unterstützt, ihre Themen zur Stärkung der Demokratie in die Gesellschaft zu tragen. Ob Ausstellung, Studienfahrt oder Workshop, Theater, Konzert oder Lesung, Demokratie ist vielfältig und muss vielfältig gefördert werden. Seit Förderungsbeginn im Jahr 2015 konnten aus dem Aktions- und Initiativfonds allein in der Stadt Hof über 110 Projekte mit einer Summe von mehr als 150.000 Euro unterstützt werden.
Die 2. Förderperiode des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ dauert noch bis Ende 2024 und ist ein wichtiger Baustein im jüngst veröffentlichten Maßnahmenkatalog der Bundesregierung zur Bekämpfung von Rechtsextremismus und Rassismus.

Quelle: Stadt Hof