16. Oktober 2020 / Hof informiert...

Drei Bomben entschärft, Katastrophenfall ist aufgehoben

Evakuierung im Neubaugebiet Rosenbühl

Hof - Zwei Spezialisten des Nürnberger Kampfmittelräumdienstes haben heute die drei Bomben entschärft, die im Neubaugebiet Rosenbühl gefunden worden waren. Probleme traten dabei nicht auf. Die Evakuierung der Anwohnerinnen und Anwohner verlief nach Plan. Auch die Menschen, die zur ihrer Sicherheit in das Ausweichquartier Freiheitshalle gebracht wurden, konnten ab Mittag wieder in ihre Wohnungen zurück. Den gestern festgestellten Katastrophenfall hat die Hofer Oberbürgermeisterin Eva Döhla heute um 15 Uhr aufgehoben.

Bei Nieselregen haben eine Spezialistin und ein Spezialist des Nürnberger Kampfmittelräumdienstes die drei Bomben entschärft. Diese waren zu Beginn der Woche im Hofer Neubaugebiet Rosenbühl entdeckt worden.

Die angekündigte Evakuierung der Anwohnerinnen und Anwohner begann am Morgen gegen 8.00 Uhr und verlief nach Plan. Nachdem das Gelände rund um die Funde vollständig abgesperrt war und alle Anwohnerinnen und Anwohner sich in Sicherheit befanden, begannen die Sprengstoffexperten um 9.20 Uhr damit, den ersten Blindgänger, eine 75-Kilo-Bombe, unschädlich zu machen. Um 10.00 Uhr vermeldeten sie die erfolgreiche Deaktivierung. 40 Minuten später war die zweite Bombe (50 Kilogramm) außer Gefecht gesetzt. 11.40 Uhr war es, als der Nürnberger Kampfmittelräumdienst den Zünder des dritten Blindgängers entfernt hatte. Kurz danach wurden die Überreste in zwei Fahrzeuge verladen und abtransportiert. 

„Ich bin froh, dass die Sprengstoffexpertin und ihr Kollege hervorragende Arbeit geleistet haben und nichts passiert ist“, sagte die Hofer Oberbürgermeisterin Eva Döhla. „Danken möchte ich den am Einsatz beteiligten Behörden und Einsatzkräften für ihr außergewöhnliches Engagement. Die Zusammenarbeit im Katastrophenfall verlief reibungslos und hat gezeigt, dass man sich auf unsere Experten verlassen kann.“ 

Kurz nach der Entschärfung der Blindgänger hob die Polizei sämtliche Sperrungen auf, so dass die Anwohnerinnen und Anwohner in ihre Wohnungen zurückkehren konnten. Auch jene heilfbedürftigen Personen, die in das Ausweichquartier Freiheitshalle gebracht und von BRK-Helfern betreut worden waren, wurden wieder zurücktransportiert.

Die Oberbürgermeisterin Eva Döhla hat den Katastrophenfall wieder aufgehoben. Der Katastrophenfall wird festgestellt, wenn ein Einsatz von ungewöhnlichem Ausmaß ansteht und umfangreiche Koordinierungsmaßnahmen erforderlich sind. In diesem Fall treten die Stadt Hof, Polizei, Freiwillige Feuerwehr, Technisches Hilfswerk und Rettungsdienste zusammen. Regelmäßige Lagemeldungen gehen dann an den Katastrophenschutz der Stadt Hof, der die Leitung innehat. 

Das Neubaugebiet Rosenbühl liegt in der damaligen Einflugschneise der alliierten Bomberpiloten im Zweiten Weltkrieg. Aufgrund ihrer verkehrstechnischen Bedeutung im zweiten Weltkrieg waren der Hofer Hauptbahnhof, der Bahnhof Neuhof und die Unterkotzauer Eisenbahnbrücke im Frühjahr 1945 immer wieder Ziel von Bombenangriffen. Der erste Blindgänger wurde im Juni 2020 im Bebauungsgebiet Rosenbühl gefunden.

Bildunterschriften: Tobias Oelsner und Bettina Jurga vom Kampfmittelräumdienst Nürnberg haben die drei Bomben entschärft.

Quelle: Stadt Hof

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