26. November 2022 / Helmbrechts informiert...

Bürgerversammlung in Helmbrechts

Helmbrechts informiert ...

Helmbrechts. Nach zwei Jahren in Form einer Online-Präsentation konnte die diesjährige Bürgerversammlung wieder in Präsenz stattfinden. Bürgermeister Stefan Pöhlmann war erfreut rund 50 Zuhörer im Textilmuseum begrüßen zu können und berichtete über die wichtigsten Zahlen und Fakten des Jahres 2022.  

Zuerst stellte Pöhlmann die Entwicklung der Einwohnerzahlen vor. Insbesondere hinsichtlich der Zuzüge nach Helmbrechts wie auch im Hinblick auf die gesamte Einwohnerzahl konnte der Bürgermeister Positives berichten. Im Jahr 2022 zogen 671 Menschen nach Helmbrechts und es war ein Anstieg der Gesamtbevölkerung auf 8940 Einwohner zu verzeichnen. Insgesamt wurden 61 Geburten und 161 Todesfälle gemeldet. 

Hinsichtlich der Gewerbesteuereinnahmen wurde im laufenden Jahr erneut ein Rekordwert erreicht. „Die rund 6,3 Millionen Euro an eingegangener Gewerbesteuer zeigen deutlich die Leistungsfähigkeit und Bedeutung unserer ortsansässigen Firmen. Besonders in der aktuellen Krise“, so Bürgermeister Pöhlmann. An Einkommensteueranteilen erhielt die Stadt Helmbrechts rund 4,2 Millionen Euro, Grundsteuer wurde in Höhe von etwa einer Million Euro entrichtet. Nach bisherigem Stand konnte im Jahr 2022 erneut auf eine Kreditaufnahme verzichtet werden. Zur Finanzierung von vorgezogenen Maßnahmen im Bereich des Glasfaserausbaus in Höhe von 850.000 Euro ist die Aufnahme eines Kredites wohl dennoch notwendig. Der aktuelle Schuldenstand der Stadt Helmbrechts bewegt sich derzeit auf einem sehr niedrigen Niveau (rund 2,5 Millionen Euro) und konnte über die letzten Jahre hinweg stetig abgebaut werden bei gleichzeitig ansteigenden Investitionssummen.   

Der Bürgermeister berichtete des Weiteren über aktuell laufende und im Jahr 2022 abgeschlossene Baumaßnahmen, wie die Dorferneuerung in Kleinschwarzenbach, den Kanalbau in Gösmes oder die Tiefbaumaßnahmen in der Bismarckstraße und dem Stadelbergweg. Die Arbeiten in Gösmes sind bis auf einen Teil des Straßenbaus beendet, in Kleinschwarzenbach werden Staatsstraße und Gehwege noch bis Ende des Jahres fertiggestellt werden. Für das nächste Jahr ist dann die Gestaltung des Dorfplatzes vorgesehen. Auf dem Kirchberg wurden in diesem Jahr einige Wege sowie der Fitnessparcours gebaut. Die Arbeiten an der Freifläche der Alten Weberei konnten fertiggestellt und der neue Eventspielplatz im September bereits eingeweiht werden. Außerdem begann die Errichtung des neuen gemeinsamen Feuerwehrhauses der Wehren Wüstenselbitz und Burkersreuth. Auf dem Dach des Rathauses wurde eine Photovoltaikanlage installiert, ebenso auf dem Dach der Göbel-Halle. Zusätzlich wurde hier noch die Beleuchtung auf LED-Technik umgerüstet um den Energieverbrauch der Halle deutlich zu senken.  

Bürgermeister Stefan Pöhlmann schloss seine Präsentation mit einem Rückblick auf die zahlreichen Veranstaltungen der Kulturwelten sowie des Jubiläumsjahres der Stadt Helmbrechts. Das 600-jährige Jubiläum wurde mit vielen Events und Attraktionen gefeiert und findet seinen festlichen Höhepunkt im offiziellen Festakt am 6. Dezember. Dabei werden knapp 600 Ehrengäste aus Politik, Wirtschaft und Ehrenamt erwartet wie auch etliche Bürgerinnen und Bürger der Stadt Helmbrechts. 

In einem Ausblick auf die kommenden Jahre sprach Bürgermeister Pöhlmann einige wichtige Projekte an, die die Stadt Helmbrechts in Zukunft beschäftigen werden. Eine der größten Investitionen der letzten Jahrzehnte steht dabei mit der geplanten Schulsanierung und einem geschätzten Investitionsvolumen von rund 25 Millionen Euro bevor. Außerdem werden die Dorferneuerungen in Kleinschwarzenbach und Enchenreuth weiter an Fahrt aufnehmen. Des Weiteren erfolgen im nächsten Jahr die Fortschreibung des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (ISEK), der Glasfaserausbau im Gebiet der Kernstadt sowie die Fertigstellung des Feuerwehrgerätehauses in Wüstenselbitz-Burkersreuth.     

Schließlich wurden noch zwei eingereichte Anfragen aus der Bevölkerung behandelt. Zunächst wollte Gerda Hampel wissen, ob man den öffentlichen Nahverkehr in Lehsten und weiteren Ortsteilen ausbauen könne. Hierauf antwortete der Bürgermeister, dass bereits für die kommende Stadtratssitzung die Vorstellung des Hofer Landbusses durch Michael Stumpf vom Landkreis Hof vorgesehen ist. Das Modell soll bereits im Laufe des nächsten Jahres in Helmbrechts und den Ortsteilen eingeführt werden. Eine Lösung des angesprochenen Problems sei somit schon in Arbeit. 

Außerdem fragte Thilo Scheler nach den Möglichkeiten ein zusätzliches Verkehrsschild „Ab hier gilt rechts vor links“ am Weinberg anzubringen. Stefan Pöhlmann versprach die Anregung im weiteren Austausch mit der Verkehrsbehörde und der Polizei anzubringen, betonte aber den relativ geringen Handlungsspielraum von den starren Vorschriften zur Beschilderung abzuweichen. Zudem sei die Vorfahrtsregelung in Tempo 30- Zonen eindeutig.

Foto: Stadt Helmbrechts
Quelle: Stadt Helmbrechts

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