5. Januar 2021 / Weißdorf informiert

Lebensmittelversorgung in Weißdorf

Weißdorf informiert

Weißdorf. Lebensmittelversorgung im Fokus beim „Marktplatz der Generationen“ -Bürgermeister Hain zieht Zwischenbilanz-
Vor gut einem Jahr wurde die Gemeinde Weißdorf in das Förderprogramm „Marktplatz der Generationen“ aufgenommen. Ziel des „Marktplatzes der Generationen“ ist es, die Lebensbedingungen vor Ort so zu gestalten, dass sie den Bedürfnissen und Wünschen älterer Menschen entsprechen und damit letztlich allen Bürgerinnen und Bürgern Rechnung tragen. Mit einer individuellen und passgenauen Beratung werden kleine Gemeinden dabei unterstützt, auf ihre jeweilige Situation zugeschnittene Lösungen zu entwickeln und umzusetzen.
Um die Beschäftigung mit den einzelnen Handlungsfeldern des Marktplatzes zu koordinieren wurde ein Lenkungskreis ins Leben gerufen, dem neben den Seniorenbeauftragen Andrea Strunz und Andreas Linhardt, Pfarrerin Herma Teschke als Vertreterin der von Kirchengemeinde und Diakonie sowie Bürgermeister Heiko Hain weitere Bürgerinnen und Bürger angehören, die sich bereits vorher mit der Thematik beschäftigt haben. Eine zum Einstieg in das Projekt vorgesehene Auftaktveranstaltung, bei der auch die Wünsche und Bedürfnisse der Zielgruppe erarbeitet werden sollten, konnte coronabedingt bisher jedoch nicht stattfinden.
Stattdessen wurden alle Bürgerinnen und Bürger über 80 Jahren in Interviews, die natürlich coronakonform telefonisch oder mit Maske und Abstand durchgeführt wurden, über ihre Lebenssituation befragt. Neben einer sich breit abzeichnenden Zufriedenheit mit dem Leben vor Ort und der Arbeit der Gemeinde Weißdorf
wurden jedoch auch zwei Problemfelder deutlich benannt: Den älteren Bürgerinnen und Bürgern fehlen hauptsächlich Bäcker und Metzger sowie Angebote, bei denen man zusammenkommen kann. Damit quasi zwei Fliegen mit einer Klappe zu geschlagen werden kristallisierte sich im Lenkungskreis die Schaffung eines „Dorfcafes“ mit Verkaufsmöglichkeit für Back- und Wurstwaren als zielführendste Lösungsmöglichkeit heraus. Leider musste auch ein hierfür bereits anberaumtes Vernetzungstreffen für ehrenamtlich Mitarbeitende aufgrund der sich wieder verschärften Infektionslage kurzfristig abgesagt werden.
Um die Versorgungssituation jedoch unabhängig von dieser langfristigen Lösung zu verbessern planen Bürgermeister Hain und der Gemeinderat derzeit die Errichtung eines „Automatenshops“ mit Verkaufsautomaten für Back- und Wurstwaren sowie regionalen Produkten. Wie so etwas aussehen kann haben der Lenkungskreis und einige Gemeinderäte bereits in Emtmannsberg im Landkreis Bayreuth besichtigt.
Man stehe bereits mit einigen potentiellen Lieferanten in Kontakt, einige haben bereits zugesagt. „Wichtig ist uns, dass dem bestehenden Dorfladen damit keine Konkurrenz gemacht werden soll“, so der Bürgermeister. Sollte die Idee eines Dorfcafes weiter gedeihen, ließen sich die Automaten problemlos dort integrieren.
Bürgermeister Hain hofft, die Planungen sowie die Gespräche mit Lieferanten im Frühjahr 2021 abschließen zu können. Das letzte Wort hat dann der Gemeinderat, der in einer seiner ersten Sitzungen im neuen Jahr über das Konzept abstimmt.

Foto: So könnte ein Automatenshop in Weißdorf aussehen: Bürgermeister Heiko Hain (links) und sein Stellvertreter Alexander Liebs bei einer Besichtigung des Dorfladens in Emtmannsberg.
Quelle: Gemeinde Weißdorf

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