20. September 2020 / Weißdorf informiert

Ehrenamtliches Angebot für Demenzerkrankte in Weißdorf

Diakonieverein Waldstein unterstützt pflegende Angehörige

Weißdorf. Gleich an mehreren Stellen macht man sich in Weißdorf derzeit Gedanken über die zukünftige Entwicklung der Gemeinde: Die Kommune versucht im Förderprojekt "Marktplatz der Generationen" das Dorf lebenswerter für die ältere Generation zu machen, während die Kirchengemeinde im Rahmen des landeskirchlichen Reformprozesses "Profil und Konzentration" die künftigen Schwerpunkte im Gemeindeleben diskutiert. Und auch der Diakonieverein Waldstein  e.V. sucht nach der Übernahme der ambulanten Pflege durch die Diakonie Hochfranken nach neuen Aufgaben.

So ist es kein Wunder, dass Bürgermeister Heiko Hain den Neustart der "Schlüsselblume" als Win-Win Situation bezeichnet. Bereits von 2001 bis 2019 gab es das Angebot für dementiell Erkrankte im Diakoniehaus in Weißdorf. Einmal in der Woche konnten pflegende Angehörige für ein paar Stunden ihre dementen Eltern oder Großeltern in die von Ehrenamtlichen geführte Betreuungsgruppe geben, wobei fachkundige Diakonieschwestern ihnen zur Seite standen.

Aufgrund personeller Veränderungen und zunehmender rechtlicher Unwägbarkeiten musste das Angebot leider im vergangenen Jahr eingestellt werden. 

Nicht nur für Pfarrerin Herma Teschke, die auch den Vorsitz des Diakonievereins Waldstein bekleidet, ein unhaltbarer Zustand: „In der gesamten Vorstandschaft des Diakonievereins ist es uns gerade trotz der heute fast unüberwindbar scheinenden rechtlichen und verwaltungstechnischen Hürden ein Herzensanliegen, dieses Angebot in unserer Waldstein-Region wieder neu zu etablieren. Immerhin hat der Diakonieverein mit Gründungsinitiative durch Altbürgermeister Karl Kießling zusammen mit dem damaligen Ortspfarrer Ernst Schülke 1979 bis heute unendlich wertvolle diakonische Arbeit geleistet. Hier sind wir geradezu ethisch verpflichtet, dies fortzusetzen!“ 

Nach mehreren Gesprächen mit den Verantwortlichen der Diakonie Hochfranken, potentiell ehrenamtlich Mitarbeitenden und pflegenden Angehörigen, konnte die Pfarrerin in der jüngsten Sitzung des Lenkungskreises "Marktplatz der Generationen" im Rathaus Erfolg vermelden: Zusammen mit Petra Schlegel, die bereits früher bei der „Schlüsselblume“ mitarbeitete und Dunja Schmidt, der Bereichsleiterin für die Altenpflege von der Diakonie Hochfranken, stellte sie dem Lenkungskreis das neue Projekt "Schlüsselblume 2.0" vor. 

Wenn es die Coronasituation zulässt, soll das neue Angebot bereits zum Jahresanfang 2021 im Diakoniehaus in der Waldsteinstraße in Weißdorf starten und ein Mal pro Woche pflegende Angehörige entlasten. Auch im demnächst erscheinenden Seniorenwegweiser des Landratsamtes Hof wird dieses Angebot zu finden sein. 

"Wir haben bereits jetzt etwa sechs Interessenten für das Angebot", berichtete Pfarrerin Teschke. Petra Schlegel zeigte sich erfreut, dass sich auch schon ein Stamm an Ehrenamtlichen gefunden hat, die bei der „Schlüsselblume  2.0“ mitarbeiten wollen. Darunter auch aktive und ehemalige Diakonie- bzw. Krankenschwestern, die das nötige Fachwissen für die Betreuung von dementen Personen mitbringen. Die Ehrenamtlichen werden durch eine Schulung der Diakonie Hochfranken auf ihre zukünftigen Aufgaben vorbereitet. 

Wer das neue Angebot wahrnehmen möchte oder sich eine Mitarbeit vorstellen kann, kann bereits schon jetzt Kontakt mit Pfarrerin Herma Teschke (Tel. 09251/5356) oder Petra Schlegel (Tel. 09251/7522) aufnehmen.

Quelle: Gemeinde Weißdorf

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