26. Februar 2026 / Allgemeines

Zweckoptimismus prägt Hofer Konjunktur

Trendauswertung IHK-Gremium Hof

Bayreuth. Die jüngste Konjunkturumfrage der IHK für Oberfranken Bayreuth zu Jahresbeginn zeigt: Die Geschäftslage im Raum Hof bleibt angespannt. Dennoch steigen die Geschäftserwartungen der Unternehmen für das laufende Jahr spürbar – ein Optimismus, der sich bislang jedoch kaum in konkreten Planungen widerspiegelt, weder bei den Investitionen noch bei den Mitarbeiterzahlen. Der IHK-Konjunkturklimaindex für die Region Hof steigt um 8 Punkte und liegt nun bei einem Wert von 95. 

In der Konjunkturbefragung der IHK für Oberfranken Bayreuth bewertet knapp ein Viertel der befragten Unternehmen aus Stadt und Landkreis Hof ihre aktuelle Geschäftslage als gut, annährend ein Drittel als schlecht. Mit einem Saldo von -8 bleibt die Lagebewertung für die Region damit annährend konstant.

Das Auftragsvolumen des vergangenen Halbjahres wird weiterhin kritisch bewertet. Während 16 Prozent von gestiegenen Umsätzen im Inland berichten, geben 44 Prozent gesunkene Umsätze zu Protokoll. Die Beurteilung der Kapazitätsauslastung für diesen Zeitraum bleibt ebenfalls mäßig. 27 Prozent bewerten ihre Auslastung als voll, 35 Prozent als nicht ausreichend.

“Die aktuelle Wirtschaftslage in unserer Region bleibt angespannt. Eine nachhaltige Erholung – so sehr wie wir sie uns auch wünschen – ist bisher ausgeblieben. Der Konjunkturklimaindex befand sich zuletzt vor genau drei Jahren über der sogenannten Wachstumsschwelle von 100 Punkten. Die Phase ohne Besserung dauert nun schon viel zu lange an“, erklärt Michael Bitzinger, Vorsitzender des IHK-Gremiums Hof. 

Wie realistisch sind die optimistischeren Erwartungen?

Bei den Geschäftserwartungen für das aktuelle Jahr 2026 ist in Stadt und Landkreis Hof ein deutlicher Sprung nach oben zu erkennen. 19 Prozent der Befragten erwarten eine Verbesserung ihrer Geschäftslage für das laufende Jahr, während 21 Prozent von einer Verschlechterung ausgehen. Mit einem minimal negativen Saldo für die Geschäftserwartungen von -2 Punkten fallen die Erwartungen deutlich positiver da als bei der vorangegangenen Befragung im Herbst 2025 (Saldo -16). Auch im oberfränkischen Vergleich hebt sich die Region damit positiv hervor.

Dieser Optimismus spiegelt sich jedoch kaum in den konkreten Planungen und Erwartungen für das Geschäftsjahr wider. Während 18 Prozent mit steigenden Investitionen im Inland für die folgenden zwölf Monate rechnen, gehen ganze 31 Prozent von sinkenden Investitionen aus. Auch bei der Beschäftigtenprognose planen neun Prozent der Unternehmen mit einer steigenden Mitarbeiterzahl am Standort, während ebenfalls 31 Prozent von einem Rückgang der Beschäftigten ausgehen.

“Dass die allgemeinen Geschäftserwartungen positiver ausfallen als zuletzt, lässt sich als Zweckoptimismus deuten. Alle anderen Indikatoren - Auftragsvolumen, Kapazitätsauslastung, Investitionen und Beschäftigtenentwicklung – bleiben im Saldo negativ“, so Bitzinger. Was sich Unternehmen ihm zufolge von der Politik erwarten ist eindeutig: “Wir brauchen umfassende Reformpakete – insbesondere mit dem Ziel, Bürokratie abzubauen, Arbeitskosten zu senken und Wirtschaftspolitik wieder verlässlich zu gestalten“.

Quelle: IHK für Oberfranken

Meistgelesene Artikel

Polizeimeldungen vom letzten Wochenende
Polizeimeldungen

Polizei sucht nach Hinweisen

weiterlesen...
Faschingsausklang 2026 in Hof
Veranstaltungen

Kinderfasching und Valentins-Faschingsparty in der Bürgergesellschaft Hof und Rückgabe der Stadtkasse

weiterlesen...

Neueste Artikel

Kostenloser Kurs Elternführerschein
Landratsamt Hof informiert...

Modul 1 „Schwangerschaft und Geburt“

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Bayern Cup Rhythmische Gymnastik 07.+.08. März
Allgemeines

Turn- und Sportverein Hof 1861 e.V. Abt. Rhythmische Gymnastik

weiterlesen...