26. November 2019 / Allgemeines

Vortragsreihe „Haus und Hof“ - "Wie der Staat Wohnraum fördert"

Landratsamt Hof informiert...

Hof - Es gibt eine Vielzahl an Geldern für Bau und Sanierung. Mehr als 30 Interessierte informieren sich im Rahmen der Vortragsreihe „Haus und Hof“ in Helmbrechts bei Bernd Nelkel vom Landratsamt Hof.

Da sich nicht alle Menschen aus eigener Kraft ein angemessenes, alters- oder familiengerechtes Wohnumfeld sichern können, unterstützt der Freistaat Bayern bau,- kauf und sanierungswillige Bürger auf vielfältige Weise. Zum Vortrag „Staatliche Fördergelder zu Bau und Sanierung von Wohnraum“ im Rahmen der Reihe „Haus und Hof“ der Stadt und des Landkreises Hof, waren mehr als 30 Zuhörer in den Gasthof Roßner nach Helmbrechts gekommen.

Fabian Höhne, Leerstands- und Immobilienmanager des Landkreises Hof, stellte eingangs verschiedene Fördermöglichkeiten zur Sanierung von Wohnraum vor. Er wies dabei darauf hin, dass keine Aufträge vor einer Förderzusage erteilt werden dürften. Höhne: „Leider erleben wir es sehr häufig, dass uns die Bürger erst dann anrufen, wenn es zu spät und der Handwerker bereits beauftragt ist.“

Der Hauptreferent des Abends, Bernd Nelkel, seit 1996 für die Wohnraumförderung im Landratsamt Hof zuständig, erläuterte die Programme der Wohnraumförderung genauer. Mit dem bayerischen Wohnungsbauprogramm könne vieles gefördert werden: von Modernisierung, Um- und Neubau von Wohngebäuden durch den Eigentümer, bis hin zu Mietwohnraum in Mehrfamilienhäusern. Aber auch die Anpassung von Miet- und Eigenwohnraum an die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung. Energetische Sanierungsmaßnahmen, Barriere reduzierende Maßnahmen oder der Kauf von umgebautem Wohnraum sei ebenfalls förderfähig. Nelkel: „Im Jahr 2018 wurden im Landkreis Hof Fördermittel von insgesamt mehr als acht Millionen Euro ausgegeben.“

Nelkel erklärte kurz das Antragsverfahren und erwähnte auch, dass bei der Förderung eine bestimmte Einkommensgrenze nicht überschritten werden dürfe, zudem komme es auch auf die Wohnfläche des Gebäudes an. Ein Darlehen, das auch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) unterstütze, betrage höchstens 30 bis 40 Prozent der Gesamtkosten beziehungsweise des Kaufpreises, je nachdem ob neu gebaut oder eine gebrauchte Immobilie erworben werde. Neben Darlehen mit angepasster Tilgung und reduzierten Verzinsungen gebe es auch Zuschüsse für Kinder. Nelkel weiter: „Geförderte Darlehen gibt es auch für Menschen mit Behinderung, um beispielsweise ein Bad um- oder einen Treppenlift einzubauen. Die Berater sehen sich den Umbau vor Ort an und besprechen die Maßnahmen direkt mit den Handwerkern.“

Jede Maßnahme sei ein individuelles Projekt, und wenn bereits ein Auftrag an eine Firma oder einen Handwerker erteilt sei, könne man keine Förderung mehr beantragen, warnte der Referent noch einmal eindringlich vor verfrühter Auftragsvergabe. „Eine sinnvolle Lösung für den Eigentümer kann nur in einem persönlichen Gespräch gefunden werden.“ Hierbei verwies Nelkel auch auf die Unterstützung der Wohnberatung, die ebenfalls im Landratsamt Hof ansässig ist.

Die nächste Veranstaltung der Reihe zum Thema „Barrierefreier Umbau im Bestand“  findet am Mittwoch, den 27. November, um 18.30 Uhr im Gasthof „Zum Goldenen Hirschen“ in Geroldsgrün im statt. Auch zu diesem sind Vortrag sind Interessierte herzlich eingeladen. Informationen zu den weiteren Vorträgen gibt es beim „Leerstands- und Immobilienmanagement“ des Landkreises Hof unter 09281/57-517 oder über die Homepage www.landkreis-hof.de.

Infokasten:

Fördermöglichkeiten der Wohnraumförderung
Bernd Nelkel   Telefon.: 09281/57-382

Wohnberatung – „Im Alter zu Hause wohnen“
Isolde Guba    Telefon.: 09281/57-530

Quelle: Landratsamt Hof

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