Hof - Am vergangenen Freitag haben rund 40 Gäste trotz Schneefall und schwieriger Verkehrslage den Weg zum Meet & Greet ins Bärenhaisla gefunden.
Mit der Neugestaltung des ehemaligen Naturfreundehauses schafft der SySTEP e. V. einen sicheren und verlässlichen Ort für Kinder, die in ihrem jungen Leben bereits große Belastungen erfahren haben.
Die Einrichtung richtet sich an Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren, die auffällige Verhaltensweisen zeigen und bei denen eine mögliche Traumatisierung vorliegt. Insgesamt können sechs Kinder aufgenommen werden.
Grundlage des Konzeptes
Das Bärenhaisla arbeitet traumasensibel.
Das bedeutet:
Kinder erleben klare Strukturen, Schutz, verständliche Abläufe und pädagogische Fachkräfte, die konsequent verlässlich sind.
Systemische, alltagstherapeutische und erlebnispädagogische Ansätze unterstützen sie dabei, sich zu stabilisieren und neue Fähigkeiten zu entwickeln.
Besondere Merkmale der Einrichtung
- Übersichtliche, ruhige Räume:
Sie fördern Orientierung, Rückzug und das Gefühl von Sicherheit. - Einliegerwohnung:
Eine kleine, separate Wohneinheit ermöglicht begleitete Eltern-Kind-Begegnungen und erleichtert Rückführungsprozesse. - Wohnortnahe Unterbringung:
Die Kinder bleiben in ihrer Region, sodass Eltern und Familien aktiv einbezogen werden können. Das ist oft entscheidend für langfristige Stabilisierung und Entwicklung. - Natur und Erleben:
Der Alltag enthält erlebnispädagogische Elemente und Naturbezug.
Beides wirkt regulierend und fördert Selbstwirksamkeit. - Tierpädagogik als nächster Schritt:
Geplant ist der Bau einer Außenanlage mit Eselstall. Die Esel werden künftig gezielt in der pädagogischen Arbeit eingesetzt. - Kooperation im Helfersystem:
Schulen, Jugendämter, Therapeut*innen und Fachstellen werden eng eingebunden, weil nachhaltige Entwicklung nur im Zusammenspiel aller Beteiligten gelingt.
Warum dieser Ansatz notwendig ist
Kinder mit traumatischen Erfahrungen benötigen verlässliche Strukturen, Fachkräfte, die vorhersehbar handeln und Umgebungen, die nicht überfordern.
Eine wohnortnahe Unterbringung ermöglicht zusätzlich, dass familiäre Beziehungen erhalten bleiben oder neu aufgebaut werden können.
Das ist ein zentraler Baustein für positive Entwicklung.
Ein erster Einblick
Am vergangenen Freitag öffnete das neu gestaltete Bärenhaisla für Interessierte aus Politik, Stiftungen, Jugendhilfe, Schulen, sozialen Einrichtungen und der Presse.
Sie erhielten einen Überblick über Konzept, Zielgruppe und nächsten Schritte, bevor die ersten Kinder am Samstag eingezogen sind und das Haus seinen Alltag aufgenommen hat.
DANK
Das Bärenhaisla ist das Ergebnis gemeinsamer Verantwortung.
Der SySTEP e.V. dankt den vier fördernden Stiftungen, dem Sternstunden e. V, der Oberfrankenstiftung, der IKEA Stiftung und der Stiftung Wohnhilfe für ihre Unterstützung, ihr Vertrauen und die Bereitschaft zum Miteinander!
Quelle: SySTEP







