9. Februar 2026 / Allgemeines

Bierland Oberfranken arbeitet eng mit dem Tourismusverband zusammen

Mitgliederversammlung - Bierland Oberfranken

Veröffentlicht am 9. Februar 2026 um 12:37 Uhr

Bamberg. Mit großen Zielen startet der Verein Bierland Oberfranken ins Jahr 2026: Bei der Mitgliederversammlung im Bamberger Brauereigasthof Greifenklau gab es ein einstimmiges Votum für eine enge Kooperation mit dem Tourismusverband Franken. Außerdem wollen die Brauer ihre Social Media-Aktivitäten verstärken.

Mit einer Mut machenden Rede leitete Oberfrankens Regierungspräsident Florian Luderschmid die Mitgliederversammlung ein: „Das Bierland hält Oberfranken zusammen“ sagte er und betonte die Bedeutung der Brauwirtschaft für den Tourismus in der Region. Die Branche in Oberfranken sei durch Familienbetriebe geprägt. Er erinnerte an die erst vor kurzem zu Ende gegangene Grüne Woche in Berlin: Auf der weltgrößten Landwirtschafts- und Tourismusmesse sei der Oberfrankenstand eine besondere Attraktion: „Was bei den Gästen hängenbleibt ist, dass es bei uns gutes Bier gibt.“ Luderschmid wies außerdem auf die Messe HOSPITALITY im italienischen Riva am Gardasee hin, bei der im Februar 2025 die oberfränkischen Brauer Werbung für ihr Bier und die Region gemacht hatten. Ziel für das Jahr 2026 sei es, ein Antwort auf die Frage zu finden, wie „wir den Frankentourismus bereichern können.“

Die Vorsitzende des Vereins Bierland Oberfranken, Gisela Meinel aus Hof, unterstrich in ihrem Rechenschaftsbericht: „Wir haben ein wildes Jahr hinter uns.“ Der Verein habe aktuell 429 Mitglieder, darunter alle rund 300 fränkischen Brauereien. Oberfranken hat mit über 160 Brauereien den größten Anteil, Mittelfranken verfügt noch über knapp 70 Brauereien und in Unterfranken gibt es noch fast 60 Betriebe. Insgesamt sind es im Vergleich zum Jahr 2024 etwa vier Prozent weniger Betriebe. Die Vorsitzende hob hervor, dass der Verein Vorträge und Workshops angeboten habe, um die Mitglieder für das Thema Social Media-Werbung zu sensibilisieren. Außerdem seien bei der Braugersten-Aussaat und -Ernte Fotos gemacht worden, die die Mitglieder kostenfrei nutzen können. Im Frühjahr 2025 sei dank der Unterstützung der regionalen Entwicklungsagentur Oberfranken Offensiv gemeinsam mit dem Regionalsender TV Oberfranken eine Imagekampagne für das heimische Brauerhandwerk gestartet worden.

Geschäftsführer Norbert Heimbeck präsentierte den Mitgliedern den aktuellen Sachstand des Projekts „Genussdatenbank für Oberfranken“. Dessen Ziel ist es, Verbrauchern einen unkomplizierten Zugang zu den in Oberfranken ansässigen Erzeugern, Verarbeitern und Anbietern von Lebensmitteln zu ermöglichen. Gefördert wird das Gemeinschaftsprojekt von Bierland und Genussregion Oberfranken vom bayerischen Heimatministerium, der Oberfrankenstiftung und allen neun oberfränkischen Landkreisen.

Frank Ebert, Geschäftsführer von Oberfranken Offensiv, berichtete den Mitgliedern von dem Gespräch mit der Geschäftsführerin des  Tourismusverbandes Franken, Angelika Schäffer, das auf Initiative von Finanz- und Heimat-Staatssekretär und Vorstandsmitglied Martin Schöffel am Sitz des Ministeriums in Nürnberg stattgefunden hat. Beide Seiten, Bierland und Frankentourismus, betonten ihre Absicht zur Kooperation. Die Aktivitäten des Tourismusverbandes Franken erzielen in den sozialen Netzwerken hohe Reichweiten und sprechen neben heimischen Besuchern auch internationale Gäste an. Diese Aktivitäten würden durch die Daten des Vereins Bierland Oberfranken maßgeblich ergänzt werden: Man biete rund 300 Brauereiporträts, mehr als 50 Brauereitouren und regelmäßig aktualisierte Informationen zu zirka 600 Gasthöfen und Biergärten. Die Vorteile der Kooperation zwischen Bierland und Tourismusverband seien vielfältig, hob Ebert hervor. So trage sie zu mehr Sichtbarkeit der Mitgliedsbrauereien bei, fördere den Tourismus und damit nicht zuletzt den Absatz. Die Mitglieder stimmten der Kooperation und den jetzt anstehenden Gesprächen zwischen beiden Parteien geschlossen zu.

Vorstandsmitglied Markus Raupach berichtete im Anschluss über den Besuch oberfränkischer Brauer in Belgien im November, der den Auftakt zu einer engeren Zusammenarbeit beider Bier-Regionen bilden soll. Im März und Juni wiederum erfolgen Gegenbesuche der Belgier in Oberfranken.

Schatzmeister Bernd Sauer schilderte in seinem Bericht, dass für das Projekt Genussdatenbank aufgrund der Förderrichtlinien eine Rücklage von bis zu 30.000 Euro für die Jahre 2026 und 2027 zu bilden sei. Auch für dieses Vorhaben gab es einen einstimmigen Beschluss der Mitglieder.

Zum Ende der Versammlung bot ein Sprecher des Kulmbacher Büttnervereins, in den Sozialen Medien als „Bierschoff“ bekannt, an, Aktivitäten der Brauer durch einen Auftritt zu unterstützen.

Das Bild zeigt die Vorstandsmitglieder von Bierland Oberfranken mit ihrer Vorsitzenden Gisela Meinel aus Hof, Regierungspräsident Florian Luderschmid, Stefan Stang vom Verband der privaten Brauer Bayerns und Ulrich Büscher vom VGN.

Foto: Bierland Oberfranken
Quelle: Bierland Oberfranken

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