Hof. Aktuelle Vorgaben und Kontaktbeschränkungen erschweren die Beratungsarbeit der Diakonie Hochfranken. Da der Bedarf aber steigt, werden nun verstärkt auch Online-Beratungsplattformen genutzt.
„Wir waren nie weg…“, sagt Olaf Hofmeister von der Diakonie Hochfranken. Der Leiter des Bereiches Migration und soziale Beratung weiß um die Schwierigkeiten von Beratungsgesprächen in der aktuellen Situation und sagt weiter: „Seit gut einem Jahr finden wir für jeden Hilfesuchenden eine individuelle Lösung, können unseren regionalen Klienten nun aber auch digitale Kanäle anbieten.“
Die Diakonie Hochfranken baut ihr Beratungsangebot im Internet aus, um ihre Erreichbarkeit zu erhöhen und um die Hemmschwelle der Nutzung von Beratungsangeboten zu verringern. Dies ist einerseits den Umständen geschuldet, dass Face-to-Face-Beratung derzeit nur eingeschränkt und in Einzelfällen möglich ist, die digitalen Möglichkeiten werden seitens der Beratungsstellen aber auch als Erweiterung der Kommunikationskanäle und somit als Chance für die Zeit nach den Kontaktbeschränkungen gesehen. Bei der Auswahl der Beratungsplattformen war der Datenschutz und die Wahrung der Privatsphäre ausschlaggebend. So haben die Beratungsstellen der Diakonie Hochfranken die Möglichkeit, Video-Konferenzen mit Hilfesuchenden zu führen. „In den meisten Fällen besteht hierbei bereits Kontakt zu den Klienten und ein gewisses technisches Verständnis ist vorhanden. Viele unserer Hilfesuchenden nutzen dieses Angebot, weil sie sich einerseits schützen wollen, aber andererseits auch gerne das Gesicht ihres Beraters sehen“, weiß Martin Schuster vom Sozialpsychiatrischen Dienst. Als Online-Angebot, das auch den niederschwelligen Erstkontakt ermöglicht, nutzt der Frauennotruf Hochfranken die Beratungsplattform Assisto. Dieses Angebot bietet umfangreiche Beratungsmöglichkeiten: Von der anonymen Fragestellung bis hin zum Video-Beratungsgespräch wählen die Hilfesuchenden hier selbst, wieviel sie von ihrer Person preisgeben. Unter dem Leitspruch „Präsenzberatung digital erweitert“ ist auch die Schwangerschafts- und die Erziehungsberatung mittels der Plattform BeraDIG online erreichbar. Anna Götz-Spranger von der Schwangerschaftsberatung dazu: „Wir passen hier unsere Angebote an die derzeitigen Gegebenheiten an, hoffen aber, dass wir mit den neuen Kanälen auch für die Zeit nach der Krise einen Weg für Menschen ebnen, die ansonsten die Kontaktaufnahme zu unseren Hilfsangeboten scheuen.“ Denn in einem Punkt sind sich die Beratenden der Diakonie Hochfranken einig: Online-Beratung ist ein ergänzendes Angebot, welches aktuell oft die Beratungsarbeit überhaupt erst ermöglicht. Sie wird aber nie aufsuchende Angebote ersetzen können. Begegnung ist und bleibt ein wichtiger Baustein erfolgreicher Beratung.
Beratungslinks/Kontakt:
Sozialpsychiatrischer Dienst
sozialpsychiatrischerdienst@diakonie-hochfranken.de
Tel.: 09281 837 530
Frauennotruf:
https://frauennotruf-hochfranken.assisto.online/
Tel.: 09281 77 677
Erziehungs-, Jugend- und Familienberatung,Ehe-, Lebens- und Schwangerschaftsberatung:
https://hof-beratungsstelle.lagbw.net/
Tel.: 09281 160 710 200
Quelle: Diakonie Hochfranken
Beratung mit Abstand
Die Diakonie nutzt digitale Kanäle
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