31. Juli 2021 / Agentur für Arbeit Bayreuth-Hof informiert...

Der Arbeitsmarkt im Agenturbezirk Bayreuth-Hof

Agentur für Arbeit Bayreuth-Hof informiert ...

Hof/Bayreuth. Positiver Trend setzt sich fort

  • Zahl der Arbeitslosen geht kontinuierlich weiter zurück
  • Stellenpool mit nahezu 7.800 offenen Stellen auf Rekordniveau
  • Ausbildungsmarkt geht in den Endspurt

„Der Rückgang der Arbeitslosigkeit setzt sich im Juli weiter fort. Die Zahl der Arbeitslosen ist im Vergleich zum Vormonat deutlich um 398 gesunken. Insgesamt waren 9.224 Männer und Frauen arbeitslos. Die Arbeitslosenquote ging auf 3,6 Prozent zurück, während sie im Juli 2020 noch 4,5 Prozent betrug. Die positive 
Entwicklung zeigt sich in beiden Rechtskreisen, deutlicher jedoch im Bereich der Arbeitslosenversicherung. Insgesamt waren im Vergleich zum Vorjahr 2.386 weniger Menschen arbeitslos gemeldet. Der Juni 2020 war allerdings stark von den Auswirkungen der Corona-Krise beeinflusst. Doch auch verglichen mit früheren Jahren liegt die Arbeitslosigkeit nur noch wenig höher. So betrug die Arbeitslosenquote im Juli 2019 3,3, im Juli 2018 3,4 Prozent und im Juli 2017 lag sie mit 3,8  Prozent sogar etwas höher als aktuell, erklärt Sebastian Peine, Chef der Agentur für Arbeit Bayreuth-Hof. 
Im Juli mussten sich ähnlich viele Menschen arbeitslos melden wie im Vorjahr. Im langjährigen Vergleich lagen die Zugänge an Arbeitslosen allerdings unter den Juli-Werten der Vorjahre.
Die Zahl der Abgänge aus Arbeitslosigkeit insgesamt lag über dem Vergleichswert des Vorjahres. Besonders erfreulich ist, dass 108 Personen mehr ihre Arbeitslosigkeit durch die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit beenden konnten. Im längerfristigen Vergleich zeigt sich jedoch, dass die Zahl der Abgänge unter den 
Juliwerten der Jahre 2015 bis 2018 liegt.
In Unterbeschäftigung befanden sich 13.118 Personen. Das waren 2.482 weniger als im Vorjahr. Die Unterbeschäftigung bildet umfassender als die Arbeitslosigkeit alle Personen ab, welchen ein reguläres Beschäftigungsverhältnis fehlt. So werden auch Personen einbezogen, die nicht als arbeitslos gelten, beispielsweise kurzfristig Arbeitsunfähige und Teilnehmer an einer Maßnahme der Arbeitsmarktpolitik. Die Kurzarbeit findet jedoch keine Berücksichtigung. 
Die Nachfrage nach neuen Arbeitskräften steigt auch im Juli weiter an. So wurden den Arbeitgeber-Services der Region 2.014 neue Stellen gemeldet, 870 mehr als vor einem Jahr. Im Stellenpool befinden sich aktuell 7.778 offene Stellen. „Das entspricht einem Plus von 2.831 Stellen oder 57,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Damit übertrifft die aktuelle Nachfrage auch das sehr hohe Vorkrisenniveau deutlich und erreicht nicht gekannte Dimensionen“, betont Peine. In nahezu allen Branchen ist ein Stellenzuwachs zu verzeichnen, wobei die größte Nachfrage aus dem Bereich der Zeitarbeit kommt. Großen Bedarf gibt es auch im Verarbeitende Gewerbe, im Bereich Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kfz sowie im Gesundheits- und Sozialwesen.
Erfreulicherweise tritt auch die Kurzarbeit aktuell weiter in den Hintergrund.  
Die Zahl der Kurzarbeitenden sinkt kontinuierlich. Nach vorläufigen Zahlen wurde im Juli noch für 239 Personen Kurzarbeit neu angemeldet. Im Juni waren es noch 
bis zu 374 betroffenen Beschäftigte. Der aktuellste Schätzwert bezüglich der tatsächlich realisierten Kurzarbeit liegt für März 2021 bei 2.285 betroffenen Betrieben und 17.550 Kurzarbeitern und damit zu diesem Zeitpunkt noch auf hohem Niveau.  
Von Oktober 2020 bis Juli 2021 wurden der Arbeitsagentur insgesamt 4.018 Berufsausbildungsstellen gemeldet, 107 oder 2,6 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Mit 2.354 Bewerberinnen und Bewerbern lag deren Zahl um 149 oder 6,0 Prozent niedriger als vor einem Jahr. Bisher blieben im Agenturbezirk noch 1.628 Ausbildungsstellen unbesetzt. Auf Bewerberseite sind 603 junge Menschen noch auf der Suche nach dem passenden Start ins Berufsleben. „Die jun-
gen Menschen in der Region können noch unter vielen freien Lehrstellen quer durch alle Branchen und Berufe auswählen: Aktuell kommen auf einen Bewerber oder Bewerberin rechnerisch 2,7 freie Berufsausbildungsstellen. Es ist also noch nicht zu spät für den Ausbildungsbeginn im Herbst. Der Start in die Sommerferien ist der richtige Zeitpunkt, um Kontakt mit der Berufsberatung der Arbeitsagentur aufzunehmen. Wir beraten individuell und neutral. Gemeinsam finden wir den passenden Einstieg ins Berufsleben“, so der Rat des Agenturchefs.
In Stadt und Landkreis Bayreuth waren erneut weniger Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen als im Vormonat und im Vorjahresmonat.
Saisontypisch gab es vermehrt Arbeitslosmeldungen von Auszubildenden nach bestandener Prüfung. Häufig erfolgte allerdings gleichzeitig eine Abmeldung für 
September mit dem Besuch der Berufsoberschule.
Gut aufnahmefähig war der regionale Arbeitsmarkt in den Bereichen Lager und Produktion, dementsprechend kurz die Dauer der Arbeitslosigkeit. Insbesondere 
bei jungen Arbeitslosen gelangen wieder mehr Eingliederungen durch geförderte betriebliche Praktika und auch ohne Ausbildung auf Helferniveau. Die Wiedereinstellungen im Bereich der Gastronomie sind nach wie vor noch nicht abgeschlossen. Allgemein besteht großer Beratungsbedarf zum Thema Weiterbildung, auch bei Beschäftigten.
Im Juli gingen nochmals rund 20 Prozent mehr Stellenmeldungen ein als im Vormonat. Insgesamt meldeten die Betriebe aus dem Raum Bayreuth 713 neue Stellen, 128 mehr als im Juni und 287 mehr als im Juli 2020. Wie schon in den Vormonaten kam die Nachfrage nach Arbeitskräften aus allen Bereichen, lediglich der Bereich Druck sowie das Bankwesen sind wenig repräsentiert. Es gingen auch noch Stellen rund um die Festspiele ein, darunter auch Sicherheitskräfte sowie Kräfte für den Hotel- und Gastronomiebereich. Die Bewältigung von Corona beschäftigte Behörden und Verwaltungen weiterhin, sodass zum Beispiel Verwaltungskräfte gesucht werden. Auch Anlernkräfte haben zur Zeit Chancen.
So sind unter anderem Reinigungskräfte, Helfer für die Lebensmittelbranchen, Produktionshilfskräfte oder auch Montierer gefragt.
In diesem Sommer wurden erstmals auch wieder Ferienjobs angeboten, was in den letzten Jahren kaum mehr der Fall war. Gesucht wird beispielsweise für Produktionsbetriebe, Post, Hotel und Gastronomie. 
In Stadt und Landkreis Hof waren sowohl weniger Menschen arbeitslos gemeldet als im Juni als auch im Vorjahr. Grundsätzlich zeigt der Arbeitsmarkt im Raum Hof eine gute Aufnahmebereitschaft. Gegenüber Vormonat und Vorjahresmonat konnten wieder mehr Arbeitsaufnahmen erzielt werden. Insgesamt ist zu beobachten, dass Kündigungen im Zusammenhang mit gesundheitlichen Einschränkungen zunehmen und Übernahmen nach einer abgeschlossenen Ausbildung gegenüber den Vorjahren zurückgehen. Die Teilnahmebereitschaft an Maßnahmen steigt wieder.
Die Nachfrage nach Arbeitskräften zog im Juli weiter deutlich an. Insgesamt wurden 693 offene Stellen gemeldet, 211 mehr als im Vormonat und 298 mehr als im Vorjahr. Mit Abstand die größten Bedarfe meldeten die Betriebe dabei für Berufe aus den Bereichen Lagerwirtschaft, Post, Zustellung und Güterumschlag.
Viel Personal wurde außerdem für die Reinigung und den Verkauf sowie für die Kunststoff- bzw. Kautschukherstellung und -verarbeitung gesucht.
In diesem Monat erfolgten zahlreiche Meldungen von jungen Menschen nach Abschluss einer betrieblichen Berufsausbildung, die nicht von ihrem Ausbildungsbetrieb übernommen wurden oder für die eine Übernahme nicht in Betracht kam. Außerdem kamen Absolventen schulischer (Berufs-)Ausbildungen wie zum Beispiel Kinderpfleger, Techniker aus den Fachbereichen Lebensmittel, Bau und Heizung sowie Abiturienten und Absolventen von FOS und BOS auf die Agentur 
für Arbeit zu. Weiterhin meldeten sich Studienabsolventen, die noch keine berufliche Einmündung gefunden haben. Das Groß wird nur kurze Zeit dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen, weil bereits konkrete Pläne für die Zeit ab Herbst dieses Jahres vorliegen. Diese reichen von der Aufnahme eines Beschäftigungsverhältnisses über den Beginn einer Zweitausbildung oder den Erwerb eines höheren Bildungsabschlusses bis hin zur Aufnahme eines (weiteren) Studiums.
Die größte Nachfrage nach Arbeitskräften am regionalen Arbeitsmarkt bestand für Berufe des Bauhaupt- und Nebengewerbes. Die Auftragsbücher sind gut gefüllt, es besteht Zuversicht. Besonders gesucht sind Maurer, Zimmerer, Tischler, Maler und Trockenbauer. Nachgefragt sind ebenso Fachkräfte für Heizung, Klima, Sanitär. Begehrt sind ausgebildete Fachkräfte, aber auch erfahrene zuverlässige Helfer werden gerne eingestellt. Die Hotellerie und Gastronomie stellt wieder Köche, Küchenhilfen und Servicekräfte ein, allerdings oft in Teilzeit und in flexiblen Arbeitszeitmodellen. Das Transportgewerbe fragt nach LKW-/Berufskraftfahrern. Gesucht sind auch Kfz-Mechatroniker. Der soziale Bereich ist aufnahmefähig für Heilerziehungspfleger, Erzieher und Kinderpfleger, der medizinische Sektor benötigt (Fach-)Ärzte und (Zahn-)Medizinische Fachangestellte. Im kaufmännischen Berufsfeld werden in der Regel hochqualifizierte Kräfte, meist mit Spezialkenntnissen wie zum Beispiel Steuer, Buchhaltung, Fremdsprachen oder Lohn- und Gehaltsabrechnung nachgefragt. Insgesamt gingen mit 250 Vermittlungsaufträgen 73 offene Stellen mehr ein als im Vormonat und 85 mehr als im Juli vor einem Jahr.
Im Landkreis Wunsiedel hält die positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt an und es gab insgesamt viel Bewegung. So waren im Juli erneut weniger Männer und Frauen der Region von Arbeitslosigkeit betroffen und es konnten wieder etwas mehr Arbeitsaufnahmen erfolgen als im Juni des vergangenen Jahres. Insbesondere bei den jungen Arbeitslosen unter 25 Jahren war die Entwicklung mit einem Rückgang von mehr als 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr deutlich günstiger. Noch besser zeigt sich die Lage bei den unter 20jährigen, hier waren 68 Prozent junge Menschen weniger betroffen. Das Welcome Center Selb konnte 12 erfolgreiche Vermittlungen aus dem tschechischen Bewerberbestand erzielen.  
Die Nachfrage nach Arbeitskräften zieht weiter kräftig an. Auch im Juli wurden erneut mehr offene Stellen gemeldet als im Vormonat und im Vorjahresmonat. Insgesamt gingen 358 Vermittlungsaufträge ein, 106 mehr als im Juni und 200 mehr als im Juli 2020. Der Zugang seit Jahresbeginn liegt um mehr als 40 Prozent höher als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Die aktuell größte Nachfrage gab es für Berufe aus dem Bereich Lagerwirtschaft, Post, Zustellung und Güterumschlag.
Außerdem wurde für die Metallbearbeitung, Maschinenbau- und Betriebstechnik sowie für die Reinigung sehr rege Personal gesucht.

Quelle: Agentur für Arbeit Bayreuth-Hof

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